Bewohner nicht gefragt
18.01.2020
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18.01.2020 05:00
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Leserbrief
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Kein Handlungsbedarf bei Parkplätzen

WN vom 9. Januar

WN-Redakteur Carsten Propp beleuchtete in seinem Artikel die Verkehrssituation beim Miramar. Er kommt – zusammen mit den zuständigen Leuten der Stadtverwaltung – zu der Feststellung, es sei alles gut, die Belästigungen an wenigen Tagen im Jahr seien hinzunehmen, das Miramar zahle ja auch viel Gewerbesteuer. Propp hat es allerdings versäumt, Bewohner der Waid und der Ofling zu diesem Thema zu befragen sowie auf die Feinstaub- und CO2-Belastungen einzugehen.

So einfach wie vorstehend beschrieben, lässt sich das Verkehrsproblem nicht aus der Welt schaffen. Die Argumentation der Baurechtsbehörde, das Verkehrsproblem bestehe nur an wenigen „Spitzentagen“, ist völlig unzutreffend und aus der Luft gegriffen. Das Miramar hat eine Spitzenposition unter den Erlebnisbädern und verzeichnet das ganze Jahr über an vielen Wochenenden hohe Besucherzahlen. So ist zum Beispiel die Sauna maximus die zweitgrößte Sauna der Welt, bietet 250 Gästen Platz und ist ein Besuchermagnet. Im Übrigen hat mir Herr Steinhart am 29. Januar 2019 geschrieben: „Auch für uns und unsere Gäste ist die Parkplatzsituation rund ums Miramar unbefriedigend.“ Und weiter: „Die Baugrunduntersuchungen sind abgeschlossen und der Bau eines Parkhauses möglich.“

Der Bauunternehmer Altintal, Hammerweg 24, hat mir vor wenigen Tagen erneut bestätigt, er besitze fertige Pläne für ein Parkhaus beim Miramar. OB Just und Dr. Fetzner seien darüber unterrichtet. Was liegt also näher, als dass sich die Herren Steinhart und Altintal zusammensetzen und gemeinsam den Bau eines Parkhauses angehen. Meine Bitte an die Stadtverwaltung ist dann, das Bebauungsplanverfahren recht zügig durchzuführen.

Abschließend: Vielleicht findet auch mal eine Stadtratsfraktion die Zeit, sich um die Verkehrsprobleme beim Miramar und in den Stadtteilen Waid und Ofling zu kümmern.

Wilhelm Maier, Weinheim

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