Biblische Botschaften auf Steine gemalt
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03.04.2021 05:00
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Überwald. Trotz der geltenden Kontaktbeschränkungen wollte die evangelische Kirchengemeinde im Überwald ihren Mitgliedern die Möglichkeit geben, ein Stück Gemeinsamkeit über die Osterfeiertage zu erleben. Gelungen ist dies in den vergangenen Tagen durch eine Aktion, die sich Gemeindepädagogin Birgit Ruoff ausgedacht hat: Jeder hatte die Gelegenheit, Steine mit bunten Farben zu bemalen, die am Ende zu einem gemeinsamen Bild zusammengefügt wurden.

„Natürlich sollte ein biblisches Motiv zugrunde liegen, damit an eine bestimmte Geschichte erinnert werden kann“, erklärt Ruoff. Der Regenbogen, der so vor der evangelischen Kirche in Wald-Michelbach nach dem Gottesdienst am 28. März entstand, steht für das Bündnis zwischen Gott und den Menschen. „In dieser Zeit ist diese Botschaft wichtig. Viele unserer Selbstverständlichkeiten sind ausgesetzt, Gottes Liebe jedoch nicht.“

In Affolterbach legten Kinder und Erwachsene nach dem Gottesdienst am gleichen Tag gemeinsam ein Steinbild, das Fische zeigt. Sie sollen die christliche Gemeinschaft symbolisieren. „Das bunte Kreuz des auferstandenen Christus vor der Kirche in Siedelsbrunn steht für das Leben, dass wir durch Jesu Auferstehung geschenkt bekommen. Unser Leben ist bunt geworden, auf der Grundlage unserer Macken und Kanten ist Farbe, Freude und Schönheit entstanden“, so Ruoff. Dort wird die Aktion nach dem Gottesdienst am Ostermontag stattfinden. In Hammelbach legten Konfirmanden und Kindergottesdienstkinder die Arche Noah in unmittelbarer Nähe zur evangelischen Kirche.

Alle eingeladen, mitzumachen

„Es waren viele Konfirmanden, Kitakinder und Kindergottesdienstkinder, aber auch ganz ,normale‘ Gemeindemitglieder beim Malen dabei. Es ging mir darum, die Menschen wieder in kirchliches Geschehen einzubinden. Und das geht im Moment am ehesten über Abstand. Die biblische Botschaft mitzunehmen, war mein Ziel. Und das auf eine ganz einfache Weise“, erklärt die Gemeindepädagogin. Sie möchte mit dieser Aktion Hoffnung vermitteln. Und daraus könne jeder Stärke ziehen, um mit den Anforderungen zurechtzukommen. „Es kommt im Moment sehr auf uns selbst an und auf das, was wir daraus machen.“ Die Konfirmanden und Kindergottesdienstkinder in Hammelbach und Affolterbach haben die Steine über die Plattform Zoom angemalt. Die Materialien hatte Ruoff vorher in den Pfarrämtern verteilt, von dort konnten sie abgeholt werden.

Lena Hinz aus Affolterbach, Heike Ningel aus Hammelbach, Gabriela Fieber aus Abtsteinach, Pfarrerinnen Tabea Graichen aus Affolterbach, Martina Beyer aus Wald-Michelbach, die Pfarrer Stefan Ningel aus Hammelbach und Jörg Michas aus Siedelsbrunn wirkten tatkräftig mit, wofür Ruoff sehr dankbar ist. Zwar sei es etwas ungewohnt gewesen, die Aktion zu organisieren, da alles irgendwie zu den Teilnehmern gebracht werden musste, „aber es war gut zu schaffen“.

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03.04.2021 05:00
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