„Darauf können sich alle verlassen“
Weinheim/Stuttgart, 24.03.2020
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24.03.2020 05:05
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Weinheim/Stuttgart. „Meist sind es Solo-Unternehmen, Angehörige der freien Berufe und ganz kleine Unternehmen, die sich bereits gemeldet haben. Also alle, die schnellstmöglich finanzielle Hilfe benötigen.“ Uli Sckerl, Weinheimer Stadtrat sowie parlamentarischer Geschäftsführer und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag, hat derzeit viel zu tun.

Zusätzlich zu dem vom Bund beschlossenen Milliardenpaket hat das Land Baden-Württemberg Hilfen von 6,2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt; im Blick hat es insbesondere kleinere Unternehmen und Selbstständige. „Diese kommen, zum Beispiel durch unterbrochene Lieferketten, Produktionsstillstand, Quarantänemaßnahmen und Nachfrageausfälle in Folge der Corona-Pandemie schnell unverschuldet in Liquiditätsengpässe. Das zeigen mir zahllose Hilferufe. Jetzt müssen Hilfen schnell und unbürokratisch wirken, zum Beispiel durch einen Direktzuschuss“, sagt Sckerl. Große Unternehmen hat er dabei nicht im Fokus, „die Großen haben dafür ganz andere Strukturen.“

Gerade in der hiesigen Region gebe es viele Selbstständige, Kulturschaffende sowie kleine Unternehmen, denen durch die Coronakrise ihre Einnahmen wegbrechen. In vielen Branchen könnten gar keine Rücklagen gebildet werden. Sie müssten jetzt unkompliziert ihre laufenden Kosten abdecken können, denn für sie kämen Kredite über die Hausbank oftmals zu spät.

Deshalb werde in Stuttgart der Weg freigemacht für Hilfen, die den dringenden und kurzfristigen Finanzbedarf abdecken. Darüber hinaus werden für alle Unternehmen die bereits bestehenden Darlehensprogramme als schnelle Liquiditätshilfe angepasst, die Bürgschaftsquote erhöht und ein Beteiligungsfonds eingerichtet.

„Die Landesregierung arbeitet mit Hochdruck daran, diese Maßnahmen in Abstimmung und als Ergänzung zu den Hilfsprogrammen des Bundes schnell und zielgerichtet wirken. Das Land hilft. Darauf können sich alle verlassen“, will er sich an seinen Worten messen lassen. Dass dies nicht einfach ist, dürfte klar sein. Ein Programm vom Bund, vom Land, eventuell auch auf lokaler Ebene – „wir müssen daher auch aufpassen, dass es keine Mehrfacheffekte gibt“, sagt der Abgeordnete.

Gegenstand der Förderung ist ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss bis zu einer Höhe von maximal 30 000 Euro für drei Monate, der nach Unternehmensgröße abgestuft ist. Fördervoraussetzungen sind eine unmittelbar infolge der Corona-Pandemie entstandene existenzbedrohliche Wirtschaftslage, Liquiditätsengpässe, Umsatzeinbrüche  oder Honorarausfälle.

Antragsberechtigt sind Soloselbstständige (inklusive Freie Künstler und Künstlerinnen), Kleinst- und kleine Unternehmen (inklusive Sozialunternehmen, sofern diese aktiv am Wirtschaftsleben teilnehmen) sowie Angehörige der Freien Berufe mit bis zu 50 Beschäftigten und Hauptsitz in Baden-Württemberg. Soloselbstständige sind insoweit antragsberechtigt, als dass sie mit ihrer selbstständigen Tätigkeit das Haupteinkommen oder zumindest ein Drittel des Nettoeinkommens eines Haushalts bestreiten.

Der Abgeordnete bietet an, sich um Anfragen und Hilfsgesuche von Betroffenen zu kümmern, diese weiterzuleiten und zu vermitteln. Fragen und Gesuche bitte richten an: wk@uli-sckerl.de. Außerdem ist er am Dienstag, 24. März, von 19 bis 20 Uhr im Rahmen einer Telefonsprechstunde unter der Nummer 06201/95 90 89 erreichbar.

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24.03.2020 05:05
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