Ein Fall in Sonnenuhren-Grundschule
Rhein-Neckar/Bergstraße, 12.09.2020
Diesen Artikel
12.09.2020 05:15
Drucken Vorlesen Senden
Leserbrief
1.351

Rhein-Neckar/Bergstraße. Für den Kreis Bergstraße vermeldete das Landratsamt am Freitag zwar nur drei Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus, zum ersten Mal ist davon aber auch eine Schule im Odenwald betroffen. In der Sonnenuhren-Grundschule in Birkenau gibt es einen Fall. „Das Gesundheitsamt hat für die entsprechende Person Quarantäne angeordnet. Die engen Kontaktpersonen müssen ebenfalls in Quarantäne“, teilte das Landratsamt am Freitagabend mit.

Und auch ein weiterer der drei Fälle steht in Verbindung mit einer Bildungseinrichtung im Kreis Bergstraße, und zwar mit der Heinrich-Metzendorf-Schule in Bensheim. Dort gibt es nun schon zum zweiten Mal einen Infektionsfall.

Drei Fälle in Gorxheimertal

Neben der Gemeinde Birkenau, in der es nun wieder zwei Personen gibt, die aktuell mit dem Coronavirus infiziert sind, ist auch die Nachbargemeinde Gorxheimertal von einem der drei Fälle betroffen. Hier sind es jetzt drei aktive Fälle. Die dritte Person, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde, kommt aus Bürstadt.

Ungeachtet der neuen Fälle sinkt die Zahl der aktiven Fälle im Kreis Bergstraße weiter. Derzeit gibt es nur noch 32 aktive Fälle. Vor zwei Wochen waren es noch 97. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie 566 Bergsträßer positiv getestet. Davon gelten 531 inzwischen wieder als gesund. Die Zahl der Todesfälle verbleibt weiter bei drei. Zwei Patienten werden zur Zeit in einem Krankenhaus stationär behandelt. Angesichts von 16 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen ergibt sich eine Inzidenz von 5,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern.

Eine rückläufige Tendenz aktiver Fälle gibt es auch für den Rhein-Neckar-Kreis mit derzeit 82 (letzte Woche 100) und für die Stadt Mannheim mit 91 aktiven Fällen, zehn weniger als vor einer Woche. Die Zahl der innerhalb einer Woche neu infizierten Personen sank im Rhein-Neckar-Kreis von 97 auf 72. In Mannheim blieb sie mit 67 (68) fast auf dem gleichen Niveau.

Steigende Zahlen gibt es im Wochenvergleich derzeit nur von Heidelberg zu vermelden. 43 (35) aktive Fälle und 36 (29) neu infizierte Menschen seit dem 4. September. Die Inzidenz in Heidelberg kletterte dadurch auf 22,5.

In den vier GRN-Kliniken lagen gestern fünf Verdachtsfälle und drei bestätigte Corona-Patienten – niemand auf einer Intensivstation.

„Alarmstufe Gelb“ gilt bei der Inzidenz erst bei Überschreiten der Schwelle von 35; ab einem Wert von 50 müssen die Behörden vor Ort Maßnahmen ergreifen. Der Spitzenwert bei den „aktiven Fällen“ (derzeit 82 im Rhein-Neckar-Kreis) wurde am 3. April gemeldet: Damals waren es 417 „aktive Fälle“. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie 1933 (1825) Menschen im Rhein-Neckar-Kreis und Heidelberg positiv auf das Virus getestet, 40 sind im Kreis, sieben Menschen in Heidelberg in Zusammenhang mit Corona verstorben, insgesamt 1761 (1643) Personen sind genesen.

Das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) weitet seine vorbeugenden Corona-Bestimmungen aus, um künftig auch symptomlos erkrankte Patienten identifizieren und seinen Patienten und Mitarbeitern maximale Sicherheit gewährleisten zu können: Ab Mittwoch, 16. September, sollen alle Patienten, die stationär aufgenommen werden, einen vorab durchgeführten Corona-Test nachweisen. Wer einen geplanten Klinikaufenthalt antritt, ist daher aufgerufen, im Vorfeld bei seinem überweisenden Arzt einen Corona-Test durchführen zu lassen. Der Test darf bei der Aufnahme maximal 48 Stunden zurückliegen. Bei Patienten ohne gültiges Testergebnis und bei Notfall-Patienten wird bei der Aufnahme am Klinikum ein Schnelltest durchgeführt, schreibt das Heidelberger Klinikum in einer Pressemitteilung.

Auch für Patienten, die sich ambulant am UKHD behandeln lassen, aber aus medizinischen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können, gelten erweiterte Corona-Bestimmungen: Sie sind ebenfalls aufgerufen, bis maximal 48 Stunden vor ihrem Behandlungstermin einen Corona-Test durchführen zu lassen.

Tests für Kinder in Reilingen

Das neue Corona-Testzentrum des Rhein-Neckar-Kreises in Reilingen meldet ab Montag, 14. September, eine Neuerung: Dann können dort auch Kinder mit Symptomen oder wenn sie Kontaktpersonen der Kategorie I einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person sind, auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet werden, teilt das Gesundheitsamt mit. dra/jün

SOCIAL BOOKMARKS
12.09.2020 05:15
Drucken Vorlesen Senden
Ihre Meinung interessiert uns

Durchsuchen Sie unser Archiv!