„Es handelt sich um meine Tante Greta“
Birkenau, 23.06.2022
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23.06.2022 05:00
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Birkenau. „Es handelt sich mit Sicherheit um meine Tante Greta“ – mit diesen Worten nahm Birkenaus Gemeindearchivar Günter Körner am Mittwochvormittag einen Anruf entgegen, der ihn infolge seines Artikels über ein Birkenauer Poesiealbum, das um das Jahr 1900 mit Sprüchen gefüllt wurde, erreichte. Dieser wurde am Mittwoch, 22. Juni, in den Weinheimer Nachrichten und in der Odenwälder Zeitung (WN/OZ) veröffentlicht. Das Poesiealbum, das im Internet erworben wurde, enthält rund 30 Widmungen und liefert Einblick in die Freundschaften von vor über 100 Jahren (wir haben berichtet). Über einige der Spruchverfasser konnte Körner mehr herausfinden und berichten, jedoch über die Besitzerin „Greta Werner, Birkenau“, wie auf der ersten Seite des Poesiealbums zu lesen ist, konnte Körner keine Informationen finden – bis zu dem Anruf am Mittwochvormittag.

Maria Margareta Waldbuesser aus Weinheim machte Körner nähere Angaben zu der Besitzerin des Albums. „Es muss sich hier mit Sicherheit um unsere ,Tante Greta‘ handeln. Diese war die Lieblings-Nichte meines Großvaters, väterlicherseits: Johann Josef Schütz, aus der Untergasse von dem ,Werner-Häusel‘, (kurz vor der Weschnitz-Brücke), welches noch heute renoviert steht und Eigentum der Groß-Familie Schütz war“, zitiert Körner die Anruferin in seinen Zeilen.

„Wegen dieser Lieblings-Nichte sowie seiner Schwester heiße auch ich mit zweitem Vornamen Margareta. Die Mutter von der Tante Greta Werner hieß Margareta Werner, geb. Schütz, und war eine von mehreren Geschwistern meines Großvaters Johann Josef Schütz. Tante Greta Werner hieß nach ihrer Hochzeit Greta Mannhardt und wohnte dann in Heidelberg, ziemlich zentral, nämlich in der Gaisbergstraße, bis ins hohe Alter. Wir hatten regelmäßigen Kontakt zu ihr, ich besuchte sie mit meiner Mutter häufig, auch mein Bruder Gerhard hatte regen Kontakt mit ihr. In den 50er- und 60er-Jahren, als sie noch konnte, kam sie immer wieder mal ab und zu nach Birkenau. Sie hatte hier noch eine Zeit lang ein Garten-Grundstück (bei den jetzigen Schrebergärten am Ortsausgang), wo auch das beiliegende Foto vom August 1957 aufgenommen wurde: Darauf ist sie im geblümten Kleid mittig zwischen meinen Eltern Bernhard und Ottilie Schütz gut zu erkennen. Ich als Kind stehe links außen.“

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