Finkenbach-Festival wird leuchten
Oberzent-Finkenbach, 26.07.2022
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26.07.2022 11:19
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Oberzent-Finkenbach. Die Macher des Finkenbach-Festivals mitten im Odenwald sind im Endspurt. Am 12. und 13. August ist es so weit, dann steigt nach zwei Jahren Pause das 38. Finkenbach-Festival. Neun besondere Bands haben die Organisatoren verpflichtet. Die allgemeinen Preissteigerungen haben das Musikfestival im Odenwald zum Glück noch nicht erreicht.

„Mit einem Vorverkaufspreis von 60 Euro für beide Tage sind wir unschlagbar günstig“, freut sich der Zweite Vorsitzende des veranstaltenden FC Finkenbachtal (FCF), Armin Löffler. Mit enthalten ist das kostenlose Campen von Donnerstag bis Sonntag auf den dafür ausgewiesenen Wiesen. Starkregen oder Waldbrandgefahr könnten allerdings Einschränkungen bedeuten.

Die Hilfsbereitschaft im 450-Einwohner-Dorf ist ungebrochen groß. Man steht zusammen für die größte Veranstaltung im Jahr. 150 freiwillige Helfer aus dem Verein und dem Ort sind im Einsatz. Mehrere Hunderte Plakate sind an den Straßen in einem 100-Kilometer-Umkreis zu finden, Tausende von Flyern werden unters Volk gebracht. Unter dem Motto „Odenwälder Festival-Veranstalter unterstützen sich“ wird auf den sozialen Medien nicht nur der eigene Event beworben, sondern der von Kollegen an anderen Wochenenden gleich mit.

Hochkarätige Bands

Denn alle eint bedauerlicherweise: Die Vorverkaufszahlen sind mit denen von 2019 nicht mehr zu vergleichen. FCF-Vorsitzender Holger Schäfer wird deshalb nicht müde, zu betonen, welch hochkarätige Bands am zweiten Augustwochenende zu sehen sind.

Damit die Besucher nicht ganz uninformiert sind, haben die Macher einen besonderen Conferencier verpflichtet: Michael Stein, seit 22 Jahren Präsident der Ludwigshafener Eulen-Fastnachter. Die Hardrocker von „Epitaph“ sind bereits eine Institution auf dem Finkenbach-Festival und gefühlt von Beginn an dabei. Sie eröffnen am Freitag, 12. August, 19 Uhr, den musikalischen Reigen. „Thorbjørn Risager & The Black Tornado“ als gefeierte Bluesrock-Größe aus Dänemark begeisterte im Frühjahr bereits das Rex in Bensheim und legt auf der Freitags-Headliner-Position um 21 Uhr los. Danach wird’s mit der Kroatin Vanja Sky und ihrer Band noch mal bluesrockig. Die hat sich längst vom Geheimtipp zur angesagten Musikerin entwickelt. Den Abschluss machen um 1 Uhr „RimoJeki“ mit ihrer abgefahrenen experimentellen, psychedelischen Show.

Nach Ska-Urgestein Arthur Kay mit seinen Kölner „Clerks“ zu Beginn des Samstags um 15 Uhr und dem exzentrischen Blues-Meister „Dr. Will & The Wizards“ stehen um 19 Uhr „Space Debris“ auf der Bühne. Die Gruppe knüpft an das Konzept der „Spontankomposition“ der Krautrockband Can oder auch an die Merkmale der frühen Led Zeppelin und Deep Purple an. Auf „Kraan“ warten alle Krautrock-Fans sehnsüchtig.

Auf der Festival-Headlinerposition samstags um 21 Uhr legen die Finkenbach-Urgesteine los. Eine Fusion aus Rock, Jazz und Ethno-Einflüssen mit US-Mainstream- und Soul-Elementen macht die 1971 gegründete Band unvergleichlich. Wie auch im Anschluss die „Villagers of Ioannina City“. Die Griechen haben gerade eine sehr erfolgreiche Europa-Tournee mit etlichen ausverkauften Konzerten hinter sich.

„VIC“ steht für Finkenbach-Festival-Feeling pur mit ungewöhnlichen Instrumenten, landestypischen Einflüssen, genreübergreifenden Kompositionen und eingängigen Melodien. Einflüsse von Art Doom, Folk, Psychedelic, Prog und Rock mischen sich zu einem großen Ganzen. Traditionelle Klänge ihrer Heimat verweben sie mit Dudelsäcken, Didgeridoo oder Klarinette zu einem außergewöhnlichen Sound.

Zur Musik gibt’s auch was fürs Auge: Die Künstlergruppe „artArtistica“ aus Airlenbach steuert hier und in der Folge bei „RimoJeki“ Feuershow-Elemente bei, die für ein unvergleichliches leuchtendes Finale des Finkenbach-Festivals spät in der Nacht sorgen werden. Die Verkaufsstände von 2019 mit Tüchern, Schmuck oder Kleidung sowie der Merch-Stand der Bands sollen ebenfalls vertreten sein, versichert Schäfer. tom

Weitere Infos, auch zum Kartenvorverkauf, im Internet unter

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