Große Bewunderung für nostalgische Fahrräder
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14.09.2021 05:05
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Weinheim. „Velo?“ – „Wino!“ – „Velo?“ – „Wino!“ – nur wer die Losung kannte, durfte im kleinen Schlosshof mit seinem Fahrrad eine Rast einlegen. Das nostalgische Rad-Event ergänzte am Sonntag perfekt das restliche Programm in Weinheim und brachte Leben in die Zweiburgenstadt. Während viele beim verkaufsoffenen Sonntag durch die Fußgängerzone schlenderten, so mancher an einer Führung anlässlich des „Tags des offenen Denkmals“ teilnahm, hatten die Velowino-Teilnehmer ihre Drahtesel gesattelt. Immer wieder sah man Männer und Frauen auf eleganten Renn-, historischen und moderneren Hochrädern durch die Straßen rollen. Erlaubt war, was man gerne fährt. Einzige Bedingung: Die Räder mussten vor 1988 gebaut worden sein. Passende Radbekleidung und Ausrüstung ist ebenfalls „Pflicht“ bei der Velowino, die in diesem Jahr zum fünften Mal stattfand. 2020 musste die Veranstaltung coronabedingt ausfallen. In diesem Jahr war sie zunächst im Juni geplant, dann aber auf September verschoben worden.

Tief hinein in den Odenwald

Für die rund 200 Teilnehmer hatten die Organisatoren, federführend war der Verein „Radsport Rhein-Neckar“, vier verschieden lange und schwere Strecken ausgearbeitet. „Die Lockere“ mit 42 Kilometern und 120 Höhenmetern führte von Weinheim über Viernheim, Ilvesheim, Ladenburg, Rosenhof und Leutershausen über Lützelsachsen zurück in die Weinheimer Innenstadt. „Die Moderate“ (54 Kilometer, 390 Höhenmeter) ging zunächst nach Hemsbach und dann über die Routenführung der „Lockeren“ zurück an den Startpunkt. „Die Sportliche“ hatte es an diesem warmen Spätsommertag in sich: 80 Kilometer und 1450 Höhenmeter galt es zu überwinden. Kein Wunder, war doch vom Exotenwald aus erst einmal Oberkunzenbach das Ziel. Weiter ging es über den Kalten Herrgott, Ritschweier, Hohensachsen, Großsachsen, Heiligkreuz und Rippenweiher, bergauf und bergab nach Ursenbach, Schriesheim, Ladenburg. Von Dossenheim wurde zum Weißer Stein, weiter nach Wilhelmsfeld und über den Kohlhof nach Lampenhain geradelt. Auch Bärsbach, Hilsenhein, Unter- und Ober-Abtsteinach gehörten wie Löhrbach, Buchklingen und Gorxheim zur Route.

Ambitioniert: 2500 Höhenmeter

Die Ambitionierte (126 Kilometer, 2500 Höhenmeter) führte zunächst nach Schriesheim und Ladenburg, weiter nach Abtsteinach und Siedelsbrunn, über Straßburg, Ober-Schönmattenwag und Affolterbach zurück über Hartenrod, Gadern, Wald-Michelbach und Kreidach erneut nach Ober-Abtsteinach und von dort über Löhrbach zurück nach Weinheim. Klar, dass der Start bereits sehr früh, also um 6.30 Uhr erfolgte.

Unter den vielen Radfahrern waren auch einige ganz besondere Gäste, beispielsweise Hochradweltmeister Hans Rügner, für den die Fahrt über das holprige Kopfsteinpflaster am Marktplatz eine seiner leichtesten Übungen war.

Überhaupt hatten die Gäste im Außenbereich der Marktplatz-Lokale beste Sicht auf die Velowino-Teilnehmer und ihre wunderschönen, top geflegten Räder, die den Zuschauern staunende Blicke, ein anerkennendes Lächeln und Applaus entlockten. 

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