Impfquote im RNK bei 25 Prozent
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04.05.2021 17:52
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Rhein-Neckar. Das Land Baden-Württemberg hat am Dienstag erstmals Impfquoten für die Stadt- und Landkreise veröffentlicht; allerdings fehlen dabei die Impfungen, die in den Arztpraxen vorgenommen wurden. Demnach haben im Rhein-Neckar-Kreis bis zum 2. Mai 25,0 Prozent der Bevölkerung ihre Erstimpfung in Impfzentren, von Mobilen Impfteams und in Krankenhäusern erhalten. 10,8 Prozent haben sogar schon die zweite Corona-Impfung erhalten.

In Mannheim liegen die Quoten bei 17,9 Prozent (Erstimpfung) und 9,4 Prozent (Zweitimpfung), in Heidelberg bei 22,0 und 9,5 Prozent. Zum Vergleich: Auf Basis der Daten des Sozialministeriums liegt der Durchschnitt für ganz Baden-Württemberg bei 21,9 und 7,5 Prozent.

Dabei gibt es in den Stadt- und Landkreisen zum Teil erhebliche Unterschiede. Wie aus der Tabelle des Ministeriums hervorgeht, reicht das Spektrum von der Stadt Pforzheim (11,9 und 4,2 Prozent) bis zum Landkreis Emmendingen (30,7 und 9,4 Prozent). 

Stellungnahme veröffentlicht

Der Rhein-Neckar-Kreis veröffentlichte dazu am Nachmittag folgende Stellungnahme: „Ich freue mich natürlich, dass in unserem Kreis die Impfquote überdurchschnittlich hoch ist – noch wichtiger als irgendwelche Rankings ist jedoch die Tatsache, dass durch solche Zahlen sichtbar wird, wie stark die Impfkampagne mittlerweile Fahrt aufgenommen hat“, sagte Landrat Stefan Dallinger.

 „Unsere Impfzentren laufen mittlerweile fast unter Volllast, und wir haben neun mobile Impfteams im Einsatz, die täglich Einrichtungen anfahren.“ Hinzu komme, dass sich die niedergelassenen Ärzte früh in die Impfkampagne eingebracht haben und teilweise in Zusammenschlüssen „toll funktionierende eigene kleine Impfzentren errichtet haben“, machte Landrat Dallinger deutlich.

Laut der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg haben im Rhein-Neckar-Kreis bislang circa 37.800 Covid-19-Impfungen in Vertragsarztpraxen stattgefunden (Stand: 3. Mai) – so viel wie in keinem anderem Land- oder Stadtkreis in Baden-Württemberg.

„Momentan brauchen wir noch diese beiden starken Eckpfeiler – Impfzentren und niedergelassene Ärzte – um bis zum Sommer möglichst vielen Menschen ein Impfangebot machen zu können. Ich bedanke mich bei allen, die durch eine Impfung ihren Teil zum Aufbau einer Herdenimmunität beitragen – so kommen wir der von uns allen gewünschten Normalität näher“, so Dallinger. Der Landrat baut in der wirtschaftsstarken Metropolregion auf die Unternehmen als dritte Säule der Impfkampagne. Sobald mehr Impfstoff vorhanden ist, können voraussichtlich ab Anfang Juni auch  Betriebsärzte mit den Corona-Schutzimpfungen loslegen. „Je früher einem möglichst großen Personenkreis ein Impfangebot gemacht werden kann, desto besser“, so der Landrat. Er appelliert erneut an alle Bürger, sich impfen zu lassen, sobald genug Termine für alle zur Verfügung stehen: „Der Weg zurück in die Normalität führt einzig und allein über die Impfungen.“

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