Impfung gegen Grippe empfohlen
Rhein-Neckar, 15.09.2020
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15.09.2020 05:00
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Rhein-Neckar. „Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig der Schutz durch eine Impfung ist“, betonte am Montag Landrat Stefan Dallinger in einer Pressemitteilung. Da die jährliche Grippeschutzimpfung einen wirksamen Schutz vor einer Infektion mit dem Grippevirus bietet, ruft das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, dazu auf, sich in den kommenden Wochen impfen zu lassen.

Um rechtzeitig geschützt zu sein, wird empfohlen, dies bereits in den Monaten Oktober oder November zu tun. Auch zu Beginn und im Verlauf der Grippewelle könne es aber noch sinnvoll sein, eine versäumte Impfung nachzuholen. Nach der Impfung dauert es etwa 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist.

Wie ernst das Risiko einer Infektion mit dem Influenza-Virus ist, machen die Zahlen der vergangenen Saison 2019/2020 deutlich: Dem Gesundheitsamt wurden 3436 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle im Stadt- und Landkreis gemeldet. 480 Fälle mussten im Krankenhaus behandelt werden; die meisten Betroffenen gehörten zur Altersgruppe ab 60 Jahren.

„Die Grippe-Impfung ist eine Maßnahme, die viele Leben retten kann“, erklärt der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises. Schwere, teilweise lebensbedrohliche Komplikationen einer Grippeerkrankung, wie zum Beispiel eine Lungenentzündung, stellten vor allem für Personen mit Grunderkrankungen und Ältere ein hohes Risiko dar. In Übereinstimmung mit den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts rät das Gesundheitsamt deshalb vor allem Menschen über 60 Jahren, aber auch Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, sowie Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen zur Grippeschutzimpfung.

Auch Personen mit erhöhter Gefährdung wie zum Beispiel medizinisches Personal und Menschen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr sollten sich impfen lassen. Seit Juli 2010 empfiehlt die STIKO die Grippeschutzimpfung außerdem für Schwangere (ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft und bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung bereits ab dem ersten Drittel).

Da sich die Eigenschaften der Grippeviren von Saison zu Saison verändern, sei es notwendig, sich jedes Jahr gegen Grippe impfen zu lassen, unterstreicht der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Rainer Schwertz. „Die Impfung bietet nicht nur Schutz für den Geimpften selbst, sondern verhindert auch das Risiko, zur Infektionsquelle für andere zu werden.“ Obwohl die Grippeschutzimpfung als wichtigste Maßnahme zum Schutz gilt, könne eine Erkrankung allerdings auch danach nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden.

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