Insel Deutschland?
25.01.2020
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25.01.2020 05:00
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Leserbrief
101

Ausstieg aus der Kohleverstromung

WN/OZ vom 17. Januar

Wenn man die Berichte in der Presse verfolgt, könnte man meinen, Deutschland lebt einsam auf einer Insel. Während unsere Nachbarn Atom- und Kohlekraftwerke bauen und sich schon die Hände reiben, wenn sie uns ihren teuren Strom verkaufen können, schalten wir unsere CO2-freien Atomkraftwerke und auch die Kohlekraftwerke ab. Woher dann der Strom kommen soll, ist weiterhin unklar, denn der Bau der dringend benötigten Stromtrassen von Nord nach Süd und die dazugehörenden Stromspeicher sind in weite Ferne gerückt. Als zweiter Schritt im Rahmen der Klimahysterie erfolgt jetzt ein Großangriff auf die Autoindustrie und deren Zulieferbetriebe. Zuerst soll der Diesel, dann der Benziner abgeschafft werden und danach wird dem Bürger der Umstieg auf die derzeit ineffiziente Elektromobilität verordnet. Dass dabei hunderttausende Arbeitsplätze verloren gehen, interessiert niemanden. Wie geht es nun weiter auf der „Insel Deutschland“?

Die illegale Masseneinwanderung ist eine tickende Zeitbombe mit großer wirtschaftlicher und sozialer Sprengkraft. Unser miserables Bildungssystem im ganzen Land verursacht heute schon einen wirtschaftlichen Schaden. Die ausufernde Kriminalität ist offenbar nicht mehr in den Griff zu bekommen. Der Rechtsstaat wird ausgehebelt. Die Aussetzung der Wehrpflicht war ein Fehler. Wir haben heute eine kaputtgesparte und marode Bundeswehr, die kaum noch ihre Aufgaben erfüllen kann. Eine nachhaltige Steuerreform, die das Land wieder nach vorn bringen kann, bleibt weiter eine Illusion.

Die Abschaffung des Soli könnte schon morgen erfolgen, wird aber auf 2021 verschoben, und das noch unter verfassungsrechtlichen Bedenken. Die Politik ist nicht mehr für das Volk da, sondern sie ist nur noch geprägt von parteipolitischen und ideologischen Interessen. Im letzten Jahr feierten wir den 30. Jahrestag der Wiedervereinigung. Wir erinnern uns noch: Die Alliierten, allen voran die Engländer und Franzosen, waren gegen die Wiedervereinigung, da sie befürchteten, dass Deutschland wirtschaftlich und technologisch zu stark wird. Heute wissen wir, dass diese Bedenken unbegründet waren. Denn wenn die Entwicklung in unserem Land so weitergeht wie bisher, wird Deutschland selbst bald zum Entwicklungsland werden.

Heinz Meder, Weinheim

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