Inzidenzwert pendelt sich bei 148,4 ein
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24.04.2021 05:00
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Weinheim. Leichte Entspannung im Rhein-Neckar-Kreis: Nachdem zur Wochenmitte der Inzidenzwert rasant von 133,3 auf 148,3 angestiegen ist, setzte sich die Entwicklung einen Tag später nicht fort.

Am Freitag sank der Wert nach einem kurzen Sprung auf 149 am Vortag auf 148,4, die Zahl der Neuinfektionen stagnierte bei 127. Aus Heidelberg kamen dagegen weitaus positivere Nachrichten: Nach einer Sieben-Tage-Inzidenz von zuletzt 116,4, sank die Zahl deutlich auf 104. Außerdem wurden laut Gesundheitsamt Rhein-Neckar 14 Neuinfektionen weniger gemeldet. Aktive Fälle gibt es derzeit im Rhein-Neckar-Kreis insgesamt 1210, die Zahl der Genesenen stieg auf 18102; insgesamt 113 mehr als am Vortag. Heidelberg verzeichnet aktuell 240 aktive Fälle, die Zahl der genesenen Personen stieg um 15 auf 4404.

Seit der Erfassung der Zahlen sind im Rhein-Neckar-Kreis insgesamt 378 Menschen an oder mit einer Covid-19-Infektion gestorben, Heidelberg hat bislang 59 Verstorbene erfasst. In Mannheim blieb der Inzidenzwert nahezu stabil, er lag am Freitag bei 205,1. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen es in den letzten sieben Tagen pro 100 000 Einwohner gegeben hat beziehungsweise wie viele Menschen bei einem PCR- oder Antigen-Test ein positives Ergebnis hatten.

Während in den Kommunen entlang der Bergstraße binnen eines Tages keine bis maximal zwei neu infizierte Personen gemeldet wurden, sind es in Weinheim aktuell neun neue Fälle, die binnen 24 Stunden neu erfasst wurden. Bezogen auf die Gesamteinwohnerzahl haben sich bislang 3,26 Prozent der Bürger mit dem Virus infiziert.

Im benachbarten Kreis Bergstraße tritt die Notbremse an diesem Wochenende noch nicht in Kraft, da das Robert-Koch-Institut am Donnerstag eine Inzidenz von unter 100 vermeldete (96,5). Erst nach drei Tagen in Folge wird sie gezogen.

Unter Druck geraten weiterhin die Intensivstationen der Kliniken, entsprechend präsentiert sich die Situation in der GRN-Klinik Weinheim: Auf der Isolierstation, die eine Kapazität von 16 Betten hat, befinden sich insgesamt sieben Patienten. Zwei davon sind als Verdachtsfälle eingestuft, fünf haben eine bestätigte Infektion. Die Intensivstation weist insgesamt vier Betten auf, drei sind mit an Covid-19 erkrankten Patienten belegt. Zwei von ihnen werden beatmet.

Der Inzidenzwert ist in Bezug auf die in Kraft tretende Bundesnotbremse maßgeblich, die wesentliche Änderung betrifft den Unterricht und die Betreuung in Präsenz. Dieser wird von bisher 200 auf 165 herabgesetzt. Sofern also in einem Stadt- oder Landkreis das zuständige Gesundheitsamt eine seit drei Tagen in Folge bestehende Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 165 Neuinfektionen feststellt, sind Unterricht und Betreuung in Präsenz ab dem übernächsten Werktag einzustellen. Dann ist eine entsprechende Notbetreuung einzurichten, Ausnahmen gibt es unter anderem für bestimmte sonderpädagogische Einrichtungen. sf

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24.04.2021 05:00
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