„Krisen in der Welt bekämpfen – im Kleinen beginnen“
Weinheim/Heidelberg, 25.01.2023
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25.01.2023 05:00
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Weinheim/Heidelberg. Auch im Jahr 2022 hat die Friedensstiftung von Prof. h. c. Dr. Karl A. Lamers wieder Preise an verschiedenen Schulen vergeben. Das Motto des Wettbewerbs für Schüler der 7. und 8. Klassen in den zwölf Städten und Gemeinden seines ehemaligen Bundestagswahlkreises Heidelberg/Weinheim, den Lamers viele Jahre als direkt gewählter Abgeordneter vertreten hat, lautete: „Die Krisen in der Welt bekämpfen – im Kleinen beginnen“.

Der heutige Honorarkonsul der Republik Estland hatte seine Friedensstiftung im Jahr 2018 mit dem Ziel gegründet, Menschen schon in jungen Jahren zu vermitteln, dass Frieden, Freiheit und Rechtsstaat nicht selbstverständlich sind, sondern täglich um sie gerungen werden muss. „Ich bin glücklich, dass sich wieder Schüler an die Arbeit gemacht und an dem Essaywettbewerb teilgenommen haben. Das ist gerade in der heutigen Zeit sehr erfreulich.“

Seit einem Jahr führe Russland einen „barbarischen Angriffskrieg“ gegen die Ukraine, so Lamers in einer Pressemitteilung weiter. Er sei selbst mehrmals in der Ukraine gewesen und stehe in persönlichem Kontakt mit ehemaligen Kollegen des ukrainischen Parlaments. „Dieser Krieg zeigt, wie gefährdet und fragil der Frieden in der Welt ist“, so Lamers. Hinzu komme, dass Demokratien in der Welt immer stärker von innen und außen herausgefordert werden. Der Sturm auf das Kapitol in Washington am 6. Januar 2021 und kürzlich in Brasilien auf das Parlament, den Präsidentenpalast und den Obersten Gerichtshof sowie Angriffe von Reichsbürgern gegen den deutschen Rechtsstaat würden deutlich machen, „dass wir wachsam bleiben müssen“. Mit seiner Friedensstiftung wolle er die Aufmerksamkeit junger Menschen darauf lenken, dass man für seine Werte eintreten müsse. Lamers weiter: „Sie müssen zugleich erkennen, dass autoritäre und diktatorische Staaten wie Russland, Iran und auch China alles daransetzen, die freiheitlichen Staaten zu unterminieren und die regelbasierte Ordnung in der Welt zu zerstören. Dem gilt es entgegenzuwirken. Dafür soll die Friedensstiftung einen Beitrag leisten. Wir haben nur eine Chance, wenn wir die Köpfe und Herzen gerade auch der jungen Menschen gewinnen.“

Auch in diesem Jahr hat der Stifter alle Schulen persönlich besucht, um die Preise und Urkunden zu übergeben und in Gesprächen mit Preisträgern und Schulleitern für die Ideen der Friedensstiftung zu werben. Der mit 600 Euro dotierte erste Preis des jüngsten Wettbewerbs ging an Joshua Kumbartzki vom Heidelberger Bunsengymnasium, der zweite Preis (500 Euro) an Akshita Gudla und Sonja Exmann vom Heidelberger Privatschulcentrum und der dritte Preis (400 Euro) an Nea Brunn vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Weinheim. Iga Ciereszko und Hannah Sauer vom Heidelberger Privatschulcentrum teilen sich den vierten Preis (300 Euro). Außerdem kann sich Johannes Kuhr vom Bunsengymnasium Heidelberg über den fünften Preis (200 Euro) freuen. Lamers dankte allen Teilnehmern für ihr Engagement und kündigte für Februar den Aufruf zum nächsten Wettbewerb für das Schuljahr 2023 an.

Zuvor hatte der Stifter bereits Arbeiten von Studenten aus Litauen, der Ukraine und Georgien ausgezeichnet, die sich mit dem Thema „Die NATO und der russisch-ukrainische Konflikt: Was für die baltischen Staaten auf dem Spiel steht“ beschäftigt hatten. Dazu war ein Wettbewerb an der Mykolas-Romeris-Universität in Litauen durchgeführt worden. Außerdem kürte er anlässlich der Herbsttagung der Parlamentarischen Versammlung der NATO in Madrid Preisträger aus den 30 NATO-Staaten, die ein Essay geschrieben hatten zum Thema: „Was sind zwei wichtige Lehren, die die NATO aus Russlands Invasion in der Ukraine gelernt hat?“

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25.01.2023 05:00
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