Lass das mal mit der Selbstoptimierung
Region, 20.05.2020
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20.05.2020 05:30
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Leserbrief
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Region. Selbstoptimierung heißt übersetzt: „Bloß keine Kontrolle abgeben.“ Der Selbstoptimierer ist durchgetaktet, vom Schlafrhythmus bis zur letzten Kilokalorie. Er verfolgt Pläne: Essenspläne, Trainingspläne, Karrierepläne. „Sei jeden Tag eine bessere Version von dir selbst“ lautet sein Leitspruch. Wenn er es könnte, würde er nicht mal im Schlaf nichts tun.

Wer übertriebene Erwartungen an sich selbst stellt, setzt sich möglicherweise unter Stress. Ungesunder Stress wirkt sich nicht nur negativ auf die menschliche Psyche aus, sondern auch auf den ganzen Organismus. Depressionen und Burn-out-Syndrom können die Folgen sein. Die Wochen der Kontaktsperre haben vielen Menschen gezeigt, dass Langeweile auszuhalten ist, auch wenn sie sich ungewohnt anfühlt. Der schnelllebige Alltag ist langsamer geworden, Terminkalender haben sich geleert. Wer nicht unmittelbar von den Auswirkungen betroffen war, ist zur Ruhe gekommen. Kontrolle abzugeben kann helfen, Mut für neue Dinge aufzubringen. Und Gelassenheit zu üben.

Es ist nie zu früh, um sich mit der Zukunft zu beschäftigen. Schon gar nicht in Krisenzeiten. Die Redaktion der Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung blickt nach vorne. In den vergangenen Monaten haben wir uns verändert. Wir haben gelernt, dass es funktionierende Alternativen zu unseren Gewohnheiten gibt. Veränderung kann sich gut anfühlen. Und noch dazu nachhaltiger, gesünder und sozialer sein. 
Anna Meister, Theresa Horbach und Paul Pflästerer haben zehn Dinge zusammengetragen, die wir jetzt beibehalten sollten.

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