Lesestoff für 488 Kinder
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12.02.2021 05:00
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Leserbrief

Region. Seit fast einem Jahr wirbelt Corona den Schulalltag durcheinander. Das mussten auch die Weinheimer Nachrichten und die Odenwälder Zeitung merken: Normalerweise liefern wir jedes Frühjahr täglich Hunderte Zeitungen an die Grundschulen in unserem Verbreitungsgebiet, um den Kindern einen ersten Zugang zu diesem Medium zu ermöglichen. Vergangenes Jahr mussten wir die Aktion wegen Corona absagen.

Doch dieses Jahr kann „Zeitung in der Schule“, kurz „ZiSch“, wieder stattfinden. Sechs Wochen lang bringen unsere Austräger die Tageszeitung zu insgesamt 488 Viertklässlern an 13 Schulen. In Hessen startet das Projekt diesen Montag, in Baden-Württemberg eine Woche später nach den Faschingsferien. Weil Präsenzunterricht wohl nicht immer möglich sein wird, können alle Klassen die Zeitung auch online lesen.

Virtueller Redakteursbesuch

„Wir haben das Projekt mit digitalen Elementen ergänzt, damit es auch unter Corona-Bedingungen funktioniert“, erklärt Berit Schönrock, Marketingleiterin der DiesbachMedien. Auf Wunsch besucht ein Mitglied der Redaktion die Klassen per Videokonferenz. Zusätzlich nehmen die Redakteure die Kinder in einem Video mit in ihren Alltag: Woher bekommen sie ihre Informationen? Welche Aufgaben hat ein Fotograf? Wie immer sollen die Kinder auch selbst zum Stift greifen und die Themen recherchieren, die ihnen auf den Nägeln brennen. Ihre Geschichten erscheinen im März auf der wöchentlichen ZiSch-Seite in der Zeitung, in der Abschlussbeilage oder im Netz.

Kreativ mit den Stadtwerken

Und es gibt wieder etwas zu gewinnen: beim Schreibwettbewerb, aber auch beim Kreativwettbewerb, den die Stadtwerke Weinheim ausgerufen haben. „Gerade in diesen digitalen Zeiten ist es wichtig, den Kindern das Medium Zeitung zu vermitteln“, erklärt Miriam Heners, bei den Stadtwerken zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, wieso das Unternehmen ZiSch als Projektpartner unterstützt. „Gerne hätten wir den Schulen angeboten, dass sie uns besuchen“, fährt sie fort. Wegen Corona sei das leider nicht möglich.

Stattdessen hat das Unternehmen Informationen rund ums Thema Energie zusammengestellt: Wo kommt sie her und wie kann man sie sparen? Mit Bildern, Fotos oder etwas Gebasteltem können die Kinder ihre Ideen dazu festhalten, wie wir künftig Energie gewinnen können. Heners ist gespannt auf die Einsendungen: „Wer weiß, ob die ein oder andere Idee nicht irgendwann umgesetzt wird.“ tho

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