Die Biotonne nicht zum Leben erwecken
Region, 11.07.2020
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11.07.2020 05:00
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Leserbrief
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Region. Das Abfallunternehmen des Rhein-Neckar-Kreises „AVR Kommunal“ gibt ein paar einfache Tipps, damit auch bei hohen Temperaturen der Gang zur Biotonne nicht zum Graus wird. Es ist ein alljährliches Ärgernis: Während der heißen Sommertage verwandeln sich viele Biotonnen zu Brutstätten von Fliegenlarven und entwickeln einen starken, unangenehmen Geruch, Feuchtigkeit fördert den Fäulnisprozess. Dabei gibt es einige einfache Handgriffe, um dem vorzubeugen.
In der Küche beginnen: Mit „kleinen Helfern“ wie dem Vorsortierer und den BioEnergieTüten der AVR können organische Bioabfälle aus der Küche trocken und sauber gesammelt, und später in der BioEnergieTonne entsorgt werden. Nasse, faulende oder geruchsintensive Abfälle sollte man dabei gut abtropfen lassen und zusätzlich in etwas Zeitungs- oder Küchenpapier einwickeln. Papier bindet die frei werdende Feuchtigkeit und bremst den Fäulnisprozess. Trocknen lassen: Auch andere nasse Abfälle wie Gras- und Grünschnitt, sollten nach Möglichkeit etwas angetrocknet sein, bevor sie in die Tonne kommen. Deckel zu: Maden schlüpfen aus Fliegeneiern. Damit die Fliegen erst gar nicht an die Bioabfälle gelangen, sollten die Deckel der Vorsortierer wie auch der Biotonne immer fest geschlossen sein.

Gute Mischung in der Tonne

Schicht im Schacht: Der Boden der Biotonne kann mit Zeitungspapier, Eierkartons oder auch kleinen Zweigen ausgelegt werden. Damit lässt sich das Ankleben von Abfällen in der Tonne verhindern. Mehrere Schichten, zum Beispiel verwelkte Blumen, Küchenpapier, gebrauchte Taschentücher oder Holzspäne sorgen darüber hinaus für eine „gute Mischung“ im Abfall. Außerdem kann es nicht schaden, die Tonne von Zeit zu Zeit zu reinigen. Nicht pressen: Es sollte vermieden werden, die Abfälle in der Tonne zu pressen oder zu verdichten. Ist die Bio-Tonne vollgestopft mit Abfällen, ist das Risiko groß, dass die Müllwerker sie trotz aller Bemühungen nicht vollständig entleeren können. Raus aus der Sonne: Sofern man Einfluss auf den Standort der BioEnergie-Tonne hat, sollte man diese nicht direkt in der Sonne, sondern an einem möglichst schattigen Ort platzieren. Außerdem weist das Unternehmen darauf hin, keine Kunststofftüten für den Biomüll zu verwenden, auch keine sogenannten kompostierbaren Bio-Plastiktüten. Diese gelten als Störstoffe und müssen unter großem Aufwand und mit hohen Kosten aus dem Biomüll aussortiert werden.

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