Messerstecher soll in Psychiatrie bleiben
Weinheim/Hemsbach, 05.11.2020
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05.11.2020 05:10
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Weinheim/Hemsbach. Sein Opfer schwebte in Lebensgefahr – nur eine Notoperation konnte den 57-Jährigen retten. „Ohne ersichtlichen Anlass“ hatte ein 40 Jahre alter Weinheimer am 27. Mai auf dem Gelände der HEM-Tankstelle in der Weinheimer Nordstadt mit einem Klappmesser auf seinen vermeintlichen Kontrahenten eingestochen – auch dann noch, als dieser bereits am Boden lag.

Ab dem 2. Dezember, 11 Uhr, wird der Fall vor dem Landgericht Mannheim verhandelt. Es geht dabei um die weitere Unterbringung des 40 Jahre alten Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus. Er leide, so heißt es in einer Pressemitteilung des Landgerichts, an einer paranoiden Schizophrenie. Aufgrund dieser Erkrankung habe er sein Opfer als Teil einer Gruppe angesehen, die ihn und seine Familienangehörigen habe verfolgen und entführen wollen.

Ebenfalls um die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus geht es beim Prozess gegen einen 39 Jahre alten Mann aus Hemsbach, der am 10. Mai um kurz nach Mitternacht im Bereich der Beethovenstraße mit einer Zwille Metallkugeln abschoss. Zeugen verständigten daraufhin die Polizei, die eine Streife vorbeischickte. Der Beschuldigte hatte sich derweil im Gebüsch versteckt und schoss weiter – diesmal auf den Streifenwagen. Ein Geschoss durchschlug die hintere Windschutzscheibe. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte billigend in Kauf genommen hatte, die Polizeibeamten schwer zu verletzen.

Wie es in der Pressemitteilung des Landgerichts heißt, leidet auch der 39-Jährige unter paranoider Schizophrenie, deshalb ist er vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Sein Prozess beginnt am Montag, 23. November, um 9 Uhr am Landgericht Mannheim. vmr

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