Ohne Spenden wäre vieles nicht möglich
Weinheim, 10.12.2022
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10.12.2022 05:00
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Weinheim. Gleich vier Organisationen konnten sich am Freitag über großzügige Spenden der Volksbank Weinheim Stiftung und der Volksbank Kurpfalz freuen: Die ökumenische Hospizhilfe erhielt über eine von der Volksbank Stiftung verwaltete Treuhandstiftung den stolzen Betrag von 25 000 Euro. 3500 Euro gab es für die Weihnachtsfeier der Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes, jeweils 1500 Euro für die „Tafel“ in Weinheim und für den Kinderschutzbund. Bei der symbolischen Scheckübergabe berichteten die Verantwortlichen Stiftungsvorstand Torsten Dämgen, wofür das Geld eingesetzt werden soll.

Die Hospizhilfe wird die Spende vor allem für Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter in der ambulanten Hospiz- und Trauerbegleitung verwenden. 40 Menschen sind aktuell in der Hospizbegleitung ehrenamtlich tätig, berichtete die Zweite Vorsitzende Brigitte Rufer; sieben Personen sind es bei der Trauerbegleitung. Da es aus unterschiedlichen Gründen immer wieder eine gewisse Fluktuation gibt, sei es wichtig, eine fundierte Ausbildung für Neuzugänge anzubieten. „Ohne Spenden wäre dies nicht möglich“, machte Rufer deutlich. Aber auch nach 25 Jahren, in denen es die ökumenische Hospizhilfe nun schon gibt, „sind Zeit und Liebe unser Hauptkapital“, fügte sie hinzu.

Stefan Dugeorge nahm als Referatsleiter beim Caritasverband die Spenden für die Tafel und die Weihnachtsfeier der Wohnungslosen entgegen. Seit Jahresbeginn habe sich die Zahl der Menschen, die auf preiswerte Lebensmittel aus dem Tafelladen „Appel + Ei“ angewiesen sind, nahezu verdoppelt. Als Gründe nannte er einerseits die Flüchtlinge aus der Ukraine, andererseits die Folgen von Inflation und Energiekrise für die einheimische Bevölkerung. Rund 160 Menschen würden pro Tag im Tafelladen einkaufen. Angesichts der gestiegenen Nachfrage suche man ständig auch Ehrenamtliche, die das Team unterstützen, und freue sich über Sachspenden von Bürgern, die haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Mehl, Zucker, Reis und Hygieneartikel vorbeibringen. Sorgen würden die steigenden Kosten für den Transport und die Kühlung der Lebensmittel bereiten, die Supermärkte, Großhändler und Bäckereien kostenlos zur Verfügung stellen, berichtete Dugeorge.

Auch die Zahl der Wohnungslosen habe 2022 zugenommen. Rund 60 Menschen pro Woche würden die Tagesstätte in der Paulstraße 2 aufsuchen, doppelt so viele seien es in der Beratungsstelle. Dass die Weihnachtsfeier für Wohnungslose am 24. Dezember wieder im Gemeindehaus von Herz Jesu stattfinden kann, sei deshalb ein wichtiges Signal. Der Kinderschutzbund Weinheim nutzt Spenden einerseits für die Unterstützung von Familien bei der Finanzierung des Mittagessens in den Schulen sowie bei Ferienfreizeiten und Ausflügen, wie Peter Schreiber berichtete. Andererseits sei – im Auftrag der Gerichte und Jugendämter – eine Psychologin des Kinderschutzbundes ehrenamtlich im Einsatz, wenn es um den begleiteten Umgang von Kindern mit getrennt lebenden Elternteilen geht. pro

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