Wunsch nach zwei Badeinseln im Waidsee
Weinheim, 29.01.2020
Diesen Artikel
29.01.2020 05:00
Drucken Vorlesen Senden
Leserbrief
544

Weinheim. Auch der Jugendgemeinderat hat für die Haushaltsberatungen einen Antrag formuliert: Er schlägt vor, zwei Badeinseln im Waidsee zu installieren. Das Strandbad würde dadurch für Jugendliche und Familien noch attraktiver, ist man im Gremium überzeugt. Außerdem würden die Plattformen die Sicherheit für Schwimmer erhöhen. Auch die DLRG habe keine Bedenken geäußert; die Kosten in Höhe von circa 15 000 Euro für die Anschaffung wären überschaubar. Und nebenbei würde die Umsetzung dieser Idee dem Jugendgemeinderat Aufmerksamkeit verschaffen und wäre damit im besten Sinne Werbung für das Engagement in der Kommunalpolitik.

Ganz neu ist diese Idee nicht. 2015 wollte der Verein „Pro West“ der Stadt Weinheim eine Badeinsel sogar schenken. Doch die Verwaltung lehnte dankend ab. Die Begründung von damals deckt sich in weiten Teilen mit der Stellungnahme, die die Verwaltung zum aktuellen Vorstoß des Jugendgemeinderates verfasst hat.

Zwar bestreitet man nicht, dass Badeinseln die Attraktivität erhöhen. Aber sie würden eben auch zu einem höheren Überwachungs- und Reinigungsaufwand führen. So wisse man vom Heddesheimer Badesee, wo es eine solche Plattform gibt, dass diese während der Badesaison täglich kontrolliert und von Hand gereinigt werden müsse. Abgesehen davon müssten Badeinseln im Waidsee aufgrund bestehender Vorschriften innerhalb des ohnehin nicht besonders großen Schwimmerbereichs (gelbe Bojenketten) installiert werden. Und schließlich verweist die Stadt auf ein Gutachten der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, wonach „Badeinseln vom Unfallrisiko her Sprunganlagen gleichzustellen“ wären. pro


+++Update+++

Auf seiner Sitzung am Dienstagabend beschloss der Jugendgemeinderat, bei den Haushaltsberatungen noch einen weiteren Antrag einzureichen: Er will prüfen lassen, inwiefern eine Begrünung der Weinheimer Bushaltestellen möglich ist. Vorbild dafür ist die Stadt Utrecht in den Niederlanden, mit der die Jugendlichen bereits in Kontakt standen. Die als „Bee Stops“ (Bienenhaltestellen) bekannten Wartehäuschen sollen dort Lebensraum für Insekten sein, die Luftqualität verbessern und das Stadtbild verschönern. tho

SOCIAL BOOKMARKS
29.01.2020 05:00
Drucken Vorlesen Senden
Ihre Meinung interessiert uns

Durchsuchen Sie unser Archiv!

Artikel der letzten 7 Tage