Jetzt kommt die Nagelprobe
Weinheim, 25.01.2023
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25.01.2023 05:00
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Weinheim. Gegenwärtig sieht es so aus, als könnten die Damen des TTC 46 Weinheim im Konzert der ganz Großen in der Tischtennis-Bundesliga mitspielen. Nach der Hinrunde belegte das Team einen sensationellen dritten Platz, zuletzt noch überholt von den beiden Gegnern am kommenden Wochenende, dem SV DJK Kolbermoor und dem ttc berlin eastside. Mit dem 6:3-Sieg am Sonntag bei der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim ist nun alles angerichtet für den großen Showdown am Freitag gegen Berlin und am Sonntag gegen die Gäste aus Bayern.

Die Berlinerinnen haben mit erheblichen Terminschwierigkeiten zu kämpfen, da sie ja auch noch in der Champions League mitmischen und gerade im Viertelfinale gefordert sind. Gegen das französische Spitzenteam Metz TT konnten sie sich am Sonntag gerade noch mit 3:2 ein winziges Polster für das Rückspiel verschaffen, das nun am Donnerstag im Nordosten Frankreichs stattfinden wird. Und sozusagen auf der Rückfahrt kehrt die Mannschaft noch mal in Weinheim ein, um das Rückspiel gegen die Bergsträßer auszutragen.

Dabei verzichten sie auf ihr Heimrecht und kehren in die Heisenberg-Halle zurück, wo sie Ende November bei der 2:6-Niederlage eine böse Überraschung erlebt haben. Deshalb können sich die Tischtennis-Fans in der Region auf ein weiteres Highlight ihres Sports freuen. Die Berliner werden aber mit einer anderen Aufstellung an die Platten gehen als in der Hinrunde. Ihre beiden Spitzenspielerinnen Nina Mittelham und Xiaona Shan hatten in der Hinrunde einen Aufenthalt in Japan eingeschoben und stehen nun wieder in der Bundesliga zur Verfügung, um dort abermals für eine weitere Meisterschaft zu sorgen.

So werden sich im vorderen Paarkreuz vier Akteurinnen aus den Top-Hundert der Weltrangliste messen: Nina Mittelham rangiert auf Position 14, Bruna Takahashi auf 27, direkt dahinter Xiaona Shan und auf 86 Yuan Wan. Da ist hochklassiges Tischtennis, aber auch pure Spannung angesagt. Wer sonst noch auf Berliner Seite mit von der Partie sein wird, bleibt abzuwarten, ob nun Jing Ning aus Aserbeidschan, die Hongkong-Chinesin Ching Lee Ho, die deutsche Abwehrkünstlerin Yaping Ding oder die Serbin Sabina Surjan – jedenfalls eine Top-Besetzung, gegen die ein abermaliger Sieg eine faustdicke Überraschung wäre. Weinheims Trainer Andreas Dörner kann allerdings auf seine fünf Stammspielerinnen zurückgreifen, und auch Giorgia Piccolin, Mateja Jeger und Sophia Klee sind durchaus in der Lage, sich gegen die Konkurrenz zu behaupten.

Genauso spannend dürfte das Sonntagsspiel gegen den derzeitigen Tabellenführer SV DJK Kolbermoor verlaufen. Sogar ohne Spitzenspielerin Bruna Takahashi gelang den Weinheimerinnen in der Hinrunde eine Wiederholung des Remis aus der vergangenen Saison beim Auswärtsspiel im Bayrischen bei Rosenheim. Nun soll zu Hause ein doppelter Punktgewinn her, auch wenn die Gäste mit Neuverpflichtung Matilda Ekholm, der weiteren Schwedin Linda Bergström, Kristin Lang, Svetlana Ganina (Russland), Solomiya Brateyko (Ukraine), Naomi Pranjkovic und Laura Tiefenbrunner einen starken Kader zusammengestellt haben.

Wenn es gelingt, auch an diesem Wochenende den einen oder anderen Zähler einzusammeln, sollte das Saisonziel „mindestens Platz 6“ schon in trockenen Tüchern sein, und im Play-off der besten sechs ist bei der Ausgeglichenheit der Liga durchaus noch mehr möglich. Am Freitag und Sonntag wird den Tischtennis-Fans jedenfalls ein Tischtennis-Event besonderer Art in der Sporthalle des Heisenberg-Gymnasiums geboten.

Freitag, 27. Januar, 19.30 Uhr: TTC 46 Weinheim - ttc berlin eastside, Sonntag, 29. Januar, 14 Uhr: TTC 46 Weinheim - SV DJK Kolbermoor.

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