Korbjäger hängen in der Luft
Weinheim/Mannheim, 24.03.2020
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24.03.2020 05:00
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Leserbrief

Weinheim/Mannheim. Die Basketballer der BG Viernheim/Weinheim nehmen in der aktuellen Oberliga-Tabelle den zweiten Tabellenplatz ein. Der würde normalerweise zur Teilnahme an den Relegationsspielen berechtigen, die BG müsste dann gegen den Zweiten der Oberliga Württemberg antreten und hätte sich bei einem Sieg für die Teilnahme an der Regionalliga Baden-Württemberg qualifiziert. Es wäre ein Riesenerfolg für das junge Team, das ausschließlich aus Amateuren besteht.

„Im Moment muss aber erst noch abgewartet werden, welche Entscheidung der Basketballverband bezüglich der Wertung der Saison 19/20 trifft. Erst dann werden wir als BG eine Entscheidung treffen können. Abzuwarten ist dann ja auch noch, wie sich andere aufstiegsberechtigte Teams verhalten und ob es zu Rückzügen aus der Regionalliga kommt“, sagt BG-Pressewart Jörn Ritterbusch auf Nachfrage.

SG Mannheim zittert

Während die „Sharks“ der BG die Situation in der Oberliga einigermaßen entspannt sehen können, standen die Basketballer der SG Mannheim zum Zeitpunkt der Saisonaussetzung in der Regionalliga auf dem letzten Tabellenplatz. „Wir machen momentan überhaupt nichts“, sagt Trainer Markus Mosig: „Sowohl unsere Trainingshalle als auch die Fitnessstudios sind momentan gesperrt.“

Der SG-Coach ist ein bisschen verwundert, dass vom Baden-Württembergischen Basketballverband kaum Informationen kamen: „Wir haben von dort leider nichts gehört. Man sagte nur, es ist unterbrochen. Aber wir wissen derzeit gar nichts darüber, wie es weitergehen soll. Ob das nur eine Pause ist, oder ob die Saison beendet wird? Wie die aktuelle Tabelle gewertet wird? Wir wissen gar nichts, hängen in der Luft.“

Eigentlich hätte die Spielzeit in der Regionalliga am 28. März mit dem letzten Spieltag enden sollen. „Das ist keine einfache Situation. Ich hatte mich sehr auf die letzten drei Spiele gefreut. Gegen Langen und den TV Idstein hatten wir ja die Hinspiele gewonnen, relativ deutlich sogar. Gegen Saarlouis hatten wir in der Hinrunde nur mit zwei Punkten verloren. Wir waren deshalb schon sehr optimistisch, was den Ligaverbleib anging“, sagt Mosig. „Wir sind mit den Spielern jetzt erst einmal so verblieben, dass sie sich selber fit halten.“

Verträge enden Ende März

Aber er ist skeptisch. Der Coach macht klar: „In meinen Augen ist es nicht möglich, dass die Spiele, die jetzt ausgefallen sind, noch nachgeholt werden. Vor allem deshalb, weil die ganzen Spielerverträge Ende März auslaufen.“ Die Saison einfach in den April oder gar in den Juli zu schieben, könnten sich manche Vereine finanziell gar nicht leisten. „Für mich gibt es deshalb nur zwei Möglichkeiten: Man nimmt entweder die aktuelle Tabelle als Abschlusstabelle. Was natürlich schlecht für uns wäre, weil wir gerade auf dem Abstiegsplatz stehen. Oder man macht es so wie im Eishockey: Dass diese Saison gar nicht gewertet wird“, sagt Mosig. Er betont: „Das Zweite würde uns natürlich zugutekommen.“ Der Mannheimer Coach glaubt, dass das zukünftige Vorgehen des Verbands auch von den Entwicklungen in den Profiligen abhänge. bol/AT

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