SGL und TVG zurück in der Südstaffel
Hirschberg, 20.07.2020
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20.07.2020 05:10
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Hirschberg. Für die Drittliga-Handballer der SG Leutershausen und des TVG Großsachsen wird es in er neuen Saison 2020/21 zurück in den Süden gehen. Das teilte der Deutsche Handballbund (DHB) am Sonntag mit. Sowohl die Roten Teufel aus Leutershausen als auch die Gelb-Blauen aus Großsachsen kehren wieder in die Südstaffel mit Vereinen aus Baden-Württemberg und Bayern zurück und sind damit nicht mehr wie zuletzt der Staffel Mitte zugeordnet.

Der Saisonstart in den vier Staffeln der Männer ist für das Wochenende 3./4. Oktober geplant. Bei den Frauen (fünf Staffeln mit insgesamt 60 Teams) beginnt die Spielzeit in der 3. Liga zwei Wochen später am 17./18. Oktober. Durch die coronabedingte Aufstockung und den Verzicht auf Absteiger in der abgebrochenen Saison 2019/20 werden diesmal in jeder Männer-Staffel 18 statt der üblichen 16 Mannschaften antreten. Somit müssen diesmal pro Staffel auch 34 Spieltage absolviert werden. Zudem erhöht sich der Zahl der Absteiger auf vier Mannschaften in jeder Staffel.

Reaktionen aus Hirschberg

„Wir freuen uns sehr über die Einteilung, schließlich ist der Süden die Staffel, zu der wir uns am meisten zugehörig fühlen“, sagte Mark Wetzel. Der Sportliche Leiter der SGL ist glücklich, nun auf viele alte Bekannte zu treffen, die man noch aus der früheren Zeit in der Südstaffel kennt. „Das wird sicher sehr interessant, wir gehen die Aufgabe zuversichtlich an.“

Auch in Großsachsen freut man sich auf das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern. Neue Gegner für den TVG sind die Mannschaften aus Bayreuth, Blaustein, Plochingen, Konstanz II und Günzburg. Die Saasemer hoffen vor allem auch auf Publikum in der Sachsenhalle. „Wie viele andere Vereine sind wir auf die Eintrittsgelder und die Einnahmen aus dem Verkauf von Speisen und Getränken angewiesen. Deshalb hoffen wir natürlich darauf, dass die Fans zugelassen werden. Natürlich immer im Rahmen der geltenden Corona-Bestimmungen“, sagte TVG-Pressewart Heiner Mayer. Manager Thomas Zahn schlug in die gleiche Kerbe: „Eine sehr interessante Staffel, die auf viele spannende Spiele hoffen lässt. Hoffen wir, dass sich auch bald die Fans lautstark daran beteiligen können. Hoffentlich entspannt sich die Lage weiter und wir können bald wieder Handballfeste feiern.“

Viele interessante Derbys

Neben den Derbys zwischen Leutershausen und dem TVG Großsachsen sowie der HG Oftersheim/Schwetzingen dürfen sich die Zuschauer auch auf interessante Duelle gegen Teams wie die Bundesliga-Reserve der Rhein-Neckar Löwen, die SG Pforzheim/Eutingen, die TGS Pforzheim oder den TSB Heilbronn-Horkheim freuen. Die weiteste Reise für die Vereine aus Hirschberg steht in der kommenden Runde zum HaSpo Bayreuth an – rund 300 Kilometer trennen die beiden Orte.

„Nach der abgebrochenen Saison 2019/20 erwarten wir mit der Spielzeit 2020/21 angesichts aller mit der Corona-Pandemie verbundenen Ungewissheiten erneut große Herausforderungen“, sagte Carsten Korte, Präsidiumsmitglied des DHB und Teilnehmer an der Sitzung der Spielkommission 3. Liga. „Wir alle sind gefordert, Kompromisse zu schließen, bestmöglich zu planen und in den kommenden Monaten sehr flexibel zu entscheiden.“

SGL-Geschäftsführer Tobias Kleine-Nathland ist gespannt, welche Auflagen an den Spieltagen herrschen müssen. „Die Informationen bezüglich des Hygienekonzepts sind für uns sehr wichtig und interessant“, erklärte er. „Wir bitten deshalb um Verständnis, dass wir mit dem Dauerkarten-Verkauf noch nicht beginnen können, weil wir noch nicht wissen, welche Plätze in der Heinrich-Beck-Halle überhaupt belegt werden dürfen.“ Die SGL werde die Öffentlichkeit aber so schnell wie möglich darüber informieren. „Wir haben aber schon eine schöne Aktion für unsere Fans geplant, weil es nun ja auch zwei Heimspiele mehr als zuletzt geben wird“, sagte Kleine-Nathland.

„Anspruchsvolle Aufgabe“

Mit Vorfreude sieht auch SGL-Trainer Frank Schmitt der neuen Handball-Saison entgegen. „Ehrlich gesagt ist die neue Staffel spannend, aber hochgradig anspruchsvoll. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Im Süden wurden zuletzt deutlich mehr Tore als in unserer Staffel Mitte geworfen, dort wird technisch sehr sauber und schnell gespielt. Das sind super Mannschaften und viele interessante neue Gegner. Wir als Trainerteam haben nun wieder viele neue Mannschaften, die wir kennenlernen und uns auf diese einstellen werden. Es bleibt aber spannend, wie der Terminplan aussehen wird. Für uns ist einfach wichtig, dass wir mit Zuschauern planen können.“

Auch der DHB hofft, dass die Spiele mit Publikum stattfinden können, sofern dies die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie ermöglicht und entsprechende Hygienekonzepte der Vereine vorliegen. „Dass wir jetzt Startdatum, Staffeleinteilung und Modus haben, hilft allen Beteiligten. Wir und damit auch die Vereine können nun etwas konkreter planen“, sagte Horst Keppler, Vorsitzender der Spielkommission 3. Liga und verantwortlich für die Staffeln der Frauen. Sein Stellvertreter Andreas Tiemann, zuständig für die Staffeln der Männer, erklärte: „Wir starten zwar später in die Saison, aber wir haben in den vergangenen Wochen verschiedene Szenarien entwickelt, sodass ein derzeit bestmögliches Fundament geschaffen ist.“ bk/sgl/tvg/dhb

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