Unerwarteter Rückschlag in der Pfalz
Zweibrücken, 25.10.2021
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25.10.2021 05:05
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Zweibrücken. „Die Art und Weise, wie wir uns ergeben haben, war erschreckend.“ Auch einen Tag nach dem 28:35 (12:18) findet Mark Wetzel, Sportlicher Leiter der SG Leutershausen, deutliche Worte für das, was am Samstagabend in der Pfalz passierte. Die SGL reiste mit Selbstbewusstsein nach Zweibrücken, war vier Spiele in Folge ungeschlagen und holte unter anderem den Sieg in Dansenberg. Man hat sich viel vorgenommen an der Bergstraße, an der Umsetzung haperte es aber. Wetzel: „Wir waren von Anfang an nie auf der Platte.“

So kam es, dass die SGL direkt in Rückstand geriet. Zweibrücken machte es derweil gut, spielte das, worauf es ankam. Mit der 3:2:1-Deckung der Gastgeber taten sich die Roten Teufel von der Bergstraße schwer. Hinzu kam, dass auch in der Abwehr der Zugriff fehlte. Zur Halbzeit lag die SG Leutershausen bereits mit 12:18 zurück.

Immerhin: Im zweiten Durchgang kämpfte sich die Mannschaft von Trainer Marc Nagel nochmals ran, sodass sie nur noch drei Tore in Rückstand lag. Dann gab es eine unglückliche Szene, in der ein Tor von Rechtsaußen Max Schmitt abgepfiffen wurde, weil er im Kreis gestanden haben soll. „Da hätten wir auf zwei rankommen können“, so Wetzel, der aber auch sagte, dass diese Aktion nicht spielentscheidend war. „Zweibrücken hat das sehr gut gemacht. Sie haben auch in der Höhe völlig verdient gewonnen. Da kann man nur gratulieren.“

Einen großen Kritikpunkt sieht der Sportliche Leiter der SGL in der Defensive. „Unsere Torhüter haben keine Hand an den Ball bekommen. In Kombination mit der Abwehrleistung kannst du so kein Spiel in dieser Liga gewinnen“. So stand es am Ende 28:35 aus Sicht der SGL, die eine Menge aufzuarbeiten hat. „Wir hätten uns mit einem Topspiel am Freitag zu Hause belohnen können. So spielt eine Mittelfeld-Mannschaft gegen ein Team, das die Liga dominiert.“ Am Freitag um 20 Uhr sind die Junglöwen zu Gast in der Heinrich-Beck-Halle in Leutershausen. Der Nachwuchs der Rhein-Neckar-Löwen ist noch ohne Verlustpunkte und thront an der Tabellenspitze. Währenddessen steht die SGL nach der zweiten Saisonniederlage auf Rang vier. Ein Topspiel wird es also irgendwie dennoch, allerdings mit einer klaren Favoritenrolle – und einer Menge Druck. „Wir haben mit Kronau und Horkheim nun zwei starke Gegner vor der Brust. Da müssen wir trotzdem punkten, bevor wir in der Tabelle weiter abrutschen. Es kann in dieser Liga schnell gehen.“ tb
SG Leutershausen:
Hübe, Döding; Ulrich (6), Pauli (6/4), Schreiber (5), Bauer (2), Seitz (2), Leibnitz (2), Beganovic (1), Rolka (1), Ruß (1), Röller (1), Schmitt (1), Stippel, Ruf.

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