Zwei verweigern Unterschrift
Mannheim, 26.03.2020
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26.03.2020 05:00
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Mannheim. Zwei Profis des Fußball-Drittligisten SV Waldhof weigern sich, der vom Club vorgegebenen Regelung zur Kurzarbeit zuzustimmen. Nach Informationen des Mannheimer Morgen handelt es sich um einen Stammspieler und einen Reservisten. Der SVW hat aufgrund der Einnahmeausfälle durch die Corona-Zwangspause ein Kurzarbeit-Modell beschlossen, bei dem die Profis und das Trainer-Team auf null Prozent ihrer bisherigen Arbeitsleistung heruntergesetzt werden. Jeder Spieler musste der Vereinbarung zustimmen.

Nach der Regelung bekommen die Betroffenen nur noch 60 oder 67 Prozent ihres letzten Nettolohns – was in den dieser Redaktion bekannten Fällen dazu führen würde, dass die beiden Spieler bei ihren monatlichen Einkünften auf ein Niveau fallen, das nur noch wenig über Hartz IV liegt. Die Profis sind bei der Null-Prozent-Kurzarbeit außerdem nicht mehr über die Berufsgenossenschaft versichert, wenn sie sich individuell fit halten wollen. Zudem darf Trainer Bernhard Trares ihnen keine konkreten Trainingspläne an die Hand geben.

Andere Drittligisten wie Kaiserslautern umgehen diese Problematik, in dem sie die Arbeitsleitung auf 50 Prozent reduzieren. Der Sportliche Leiter Jochen Kientz hat bisher vehement dementiert, dass es unter den Spielern Unmut wegen der Kurzarbeit-Variante gibt. Sollten die beiden Mannheimer Profis weiter nicht bereit sein, der Vereinbarung zur Kurzarbeit zuzustimmen, bliebe dem SVW nur eine Änderungskündigung, in der das Null-Prozent-Modell verpflichtend verankert wäre. Wenn die Abweichler auch dies ablehnen sollten, wären sie in der Konsequenz vertragslos und könnten den Verein verlassen. alex

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