MUNA greift BUND an
Fürth/Grasellenbach, 21.09.2017
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21.09.2017 05:00
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Fürth/Grasellenbach. In die Debatte um den geplanten Windpark auf dem Kahlberg hat sich nun auch der Verein für Mensch, Umwelt, Natur und Artenschutz (MUNA) mit Sitz in Heppenheim eingeschaltet. Anlass ist eine Pressemitteilung des BUND-Kreisverbandes, in der dargelegt wird, dass es in dem betreffenden Gebiet keinen Brutnachweis des Schwarzstorches gibt (OZ vom 15. September). MUNA spricht in diesem Zusammenhang, bezogen auf die BUND-Kreisvorstände Guido Carl und Herwig Winter, von „gravierenden Kenntnislücken, falschen Behauptungen und reinen Vermutungen“.

„Ihr geringes Wissen über die Odenwälder Artenschutzthematik in Bezug auf die Konflikte mit Windindustrieanlagen ist erschreckend gering, was sich dadurch zeigt, dass diese Problematik von Seiten des BUND permanent heruntergespielt, ja sogar geleugnet wird“, schreibt Paul Reil von MUNA. Menschen, die sich für die Naturerhaltung und Artenvielfalt einsetzen, würden diffamiert. Angelika Emig-Brauch von MUNA hält entgegen, dass bei der Prüfung der planerseitigen Unterlagen zum Vorhaben auf dem Kahlberg oder Stillfüssel „erhebliche Mängel und Defizite im naturschutzfachlichen Prüfprogramm vorlagen“.

Mit einer „Scheuklappenmentalität“ labe sich der BUND an „in den Naturhaushalt eindringenden Windrädern“ und diffamiere Bürgerinitiativen. Dies sei nicht weiter zu akzeptieren. „Die noch wenigen Aktiven sollten sich hingegen selbstkritisch hinterfragen und sich besser nicht allzu weit vom EU-Artenschutz- und nationalen Naturschutzrecht entfernen“, rät MUNA.

„Aus Respekt vor unserer Landschaft und der Artenvielfalt und um komplexe fachliche Fragestellung einfach und sachlich darzustellen und zu diskutieren laden wir den BUND zu einem Runden Tisch ein“, schreibt MUNA abschließend. Dort könnten naturschutzfachliche Gesichtspunkte sowie ein Pro und Contra Windenergie öffentlich diskutiert werden.

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