Messerattacke wird neu verhandelt
Weinheim/Mannheim, 12.01.2021
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12.01.2021 05:00
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Weinheim/Mannheim. Das Urteil im Prozess um die blutige Messerstecherei an der HEM-Tankstelle in Weinheim lässt weiter auf sich warten. Kurz vor Weihnachten hatte sich die Urteilsverkündung nach drei Verhandlungstagen wegen eines Krankheitsfalls zunächst verschoben. Inzwischen ist klar: Weil die Drei-Wochen-Frist zwischen Verhandlung und Urteil nicht eingehalten werden kann, muss der ganze Fall vorm Landgericht Mannheim neu verhandelt werden. Der beschuldigte Weinheimer, der seinen Nachbarn mit einem Klappmesser lebensgefährlich verletzt hatte, bleibt vorerst in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Der mutmaßliche Tathergang

Der 40-Jährige hatte seinen 57-jährigen Nachbarn unvermittelt und ohne ersichtlichen Anlass, wie es in der Anklageschrift hieß, vorm Wohnhaus mit einer sieben Zentimeter langen Klinge attackiert. Auf dem Gelände der Tankstelle stach er dann zwei Minuten lang ununterbrochen auf das Opfer ein. Insgesamt 30 Stichverletzungen fügte er dem Mann zu. Eine Notoperation und zwei Reanimationen retteten dem inzwischen 58-Jährigen das Leben – er ist aber gesundheitlich stark eingeschränkt. Ein Gutachter erklärte den Beschuldigten während der ersten Verhandlung wegen einer paranoiden Schizophrenie für nicht schuldfähig, die Staatsanwaltschaft forderte die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Der neue Prozess ist für Donnerstag, 28. Januar, angesetzt. ksm

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