Mit Hakenkreuz und Schwert
Weinheim, 08.07.2020
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08.07.2020 05:10
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Leserbrief
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Weinheim. Ein skurriler Fall beschäftigte die Polizei am Montagmittag. Mehrere Zeugen meldeten gegen 13 Uhr eine Person, die in Uniform und mit Hakenkreuzbinde im Stadtgebiet Weinheim unterwegs sei. Aufgrund der Personenbeschreibung konnte laut einer Mitteilung der Polizei die Person rasch als ein 22-jähriger Mann aus Italien identifiziert werden. Er war kurz zuvor – aufgrund dringender medizinischer Behandlungsbedürftigkeit – in einer Klinik als vermisst gemeldet worden. Eine intensive Fahndung im Stadtgebiet verlief zunächst ergebnislos. Gegen 18 Uhr meldete ein weiterer Zeuge eine Person gleicher Beschreibung, die im Waldgebiet unterhalb der Burgruine Windeck zwei Hakenkreuzfahnen aufgehängt hätte und nun mit einem Schwert herumhantieren würde.

Durch eine Polizeistreife konnte der 22-Jährige schließlich im Wald ausfindig gemacht und widerstandslos festgenommen werden. Er trug eine schwarze Uniformjacke mit Hakenkreuzarmbinde und eine Schirmmütze. Zudem trug er ein Schwert und einen Schlagstock bei sich und hatte mehrere Fahnen aufgehängt. Der Mann wurde zunächst zum Polizeirevier Weinheim gebracht und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in eine Fachklinik gebracht, die ihn stationär zur Behandlung aufnahm. Gegen den Mann wird nun wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Waffenbesitzes ermittelt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauern an.

Unfall am Kreisel

Außerdem sucht das Polizeirevier Weinheim Zeugen eines Verkehrsunfalls, der sich am Montagmorgen gegen 7.45 Uhr im Verkehrskreisel auf der B 3 zwischen Laudenbach und Hemsbach ereignet hat.

Ein 56-jähriger Mann fuhr nach Angaben der Polizei mit seinem Roller von Laudenbach kommend in den Verkehrskreisel zur Weiterfahrt nach Hemsbach ein, als ihm ein 30-Jähriger, der mit seinem Mazda von der Südspange kam, die Vorfahrt nahm. Nach der Kollision stürzte der 56-Jährige und musste durch den Rettungsdienst mit leichten Verletzungen behandelt werden. Zeugen werden gebeten, sich unter 06201/10030 zu melden.

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