Mit dem Mokka zur Berufswahl
Weinheim, 19.12.2019
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19.12.2019 05:00
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Weinheim. Auch dieses Jahr läutete die Friedrich-Realschule die Weihnachtszeit mit dem Adventsbasar ein. Angebote zahlreicher Stände luden zum Kauf von Weihnachtsgeschenken ein, Schüler und Schülerinnen der Friedrich-Realschule priesen stolz Selbstgebasteltes an.

Neben Weihnachtsliedern, die in der Gymnastikhalle von den 5. und 6. Klassen gesungen wurden, gab es auch orientalische Musik in der Mokkastube, zunächst im Hintergrund, dann zum Tanzen. Feiner Mokka und türkischer Tee wurden dabei unter anderem angeboten. Wie bei allen Einnahmen an diesem Tag blieb auch hier der Erlös von mehr als 250 Euro an der Schule für einen guten Zweck.

Aber der Adventsbasar half nicht nur bei der Suche nach Weihnachtsgeschenken: In ungezwungener Atmosphäre finden in der Mokkastube jedes Jahr Begegnungen, Projektvorstellungen, Gespräche und Beratungen von Familien zur Berufsorientierung und Aus- und Weiterbildungen statt. Hier treffen sich laut einer Pressemitteilung der Stadt Weinheim Familien mit und ohne Migrationshintergrund, Pädagogen und Pädagoginnen der Schule, Vereine und Kooperationspartner am Übergang Schule/Beruf.

Organisiert wird die Veranstaltung durch die Elternberaterin Halise Yüksel vom Bildungsbüro/Integration Central, die im Vorfeld der Veranstaltungen viele Familien persönlich ansprach. Gemeinsam mit Kolleginnen des Bildungsbüros, mit Schülern, Lehrern, Familien aus der Schule und mit großer Unterstützung vom Moscheeverein, vom türkischen Elternverein und der Folkloregruppe wurde der Raum aufwendig und mit großer Liebe zum Detail vorbereitet und mit Exponaten unterschiedlicher Kulturräume geschmückt.

Auch Schulleiter Daniel Besier zeigte sich sehr zufrieden, dass an der Schule so gut Hand in Hand gearbeitet wird, und ergänzte, dass die Mokkastube ein wichtiger Bestandteil zur Berufsorientierung an der Schule ist. Die Idee dafür entstand vor einigen Jahren im Kooperationsteam zur Berufsorientierung an der Friedrich-Realschule. Aktuell besteht dieses sogenannte Koop-Bors-Team von Schulseite her aus der Lehrerin Isabel Haist, der Berufsorientierungslehrerin Katja Zimmer und Schulsozialarbeiterin Judith Iwanowitsch. Außerdem aus Katrin Hamid, der Jugendberufshelferin von Job Central, Andreas Lenz, dem Berufsberater der Agentur für Arbeit, und der Elternberaterin Halise Yüksel vom Bildungsbüro. Alle Akteure machten deutlich, wie in der Mokkastube im Weinheimer Programm TEMA (nicht nur) „Türkische Eltern als Motor für Ausbildung“ Integration durch Bildung und Begegnung in der Praxis der Weinheimer Bildungskette konkret gestaltet wird. In TEMA arbeiten die Elternberaterin an Schulen sowie ihre Kolleginnen aus der Beratung zur Aus- und Weiterbildung für Erwachsene gemeinsam mit Kooperationspartnern daran, dass sich Weinheimer Eltern mit Migrationshintergrund zu „Motoren“ für die Aus- und Weiterbildung ihrer jugendlichen Kinder entwickeln. Im Bildungsbüro werden Eltern und weitere Familienmitglieder – insbesondere türkisch, arabisch und bulgarisch sprechende Familienangehörige – darüber hinaus auch zu ihrer eigenen Aus- und Weiterbildung als Erwachsene beraten.

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19.12.2019 05:00
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