„Nicht in falscher Sicherheit wiegen“
Lützelsachsen, 24.03.2020
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24.03.2020 05:00
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Leserbrief
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Lützelsachsen. Viele Menschen nähen sich – zum Beispiel nach einer Anleitung der Stadt Essen – eigene Schutzmasken aus Stoff. Unsere Redaktion sprach mit der Hausärztin Dr. Katrin Illmann (kleines Bild; Fotostudio Fischer) aus Lützelsachsen über dieses Thema.

Frau Illmann, haben Sie schon von dem Trend der selbstgenähten Masken gehört?

Dr. Katrin Illmann: Ja, und ob, ich nähe zu rein privaten Zwecken für meine Familie auch solche Masken aus alten Kopfkissenbezügen. Für eine Verwendung in der Praxis, zum Beispiel im Umgang mit Patienten, sind sie allerdings ausdrücklich nicht geeignet. Dort verwenden wir Masken, die nach medizinischen Standards zertifiziert sind.

Wie gut schützen diese Masken?

Illmann: Das Coronavirus wird unter anderem durch Tröpfcheninfektion übertragen, deshalb kann man durch das Tragen einer selbst-genähten Maske das Risiko minimieren, eine andere Person anzustecken. Aber sie schützen nicht zu 100 Prozent. Sie können auch nicht verhindern, dass sich der Träger bei einer anderen Person ansteckt. Keinesfalls darf man sich mit einer solchen Maske in falscher Sicherheit wiegen und sorglos öfter als notwendig einkaufen gehen.

Was muss man beachten, wenn man eine Maske selbst herstellen möchte?

Illmann: Wichtig ist, dass das Material kochbar ist, also eine Waschtemperatur von 90 Grad aushält. Eine solche Maske kann auch nur einmal getragen werden und muss dann in die Wäsche – beziehungsweise auch dann, wenn sie feucht ist.

https://www.essen.de/gesundheit/coronavirus_6.de.html

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