Noch im Mai kann Strom fließen
Rimbach, 05.05.2020
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05.05.2020 05:00
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Rimbach. Auf dem Dach der Firma gbo Medizintechnik AG in Rimbach entsteht derzeit eine neue Bürgersolaranlage. Die Idee des in Rimbach ansässigen Unternehmens wird von der Energiegenossenschaft Starkenburg (EG) umgesetzt, unter deren Dach die Anlage künftig auch laufen wird. Es ist eine so genannte „Bürgersolaranlage“ – das heißt: Anwohner können sich finanziell beteiligen und profitieren.

Verbrauch vor Ort

gbo-Firmenvorstand Dr. Eberhard Keck besichtigte jetzt gemeinsam mit dem Rimbacher Bürgermeister Holger Schmitt den Baufortschritt der neuesten Bürgersolaranlage. Genossenschaftsvorstand Georg Schumacher, der auch für die Projektplanung und Bauüberwachung zuständig ist, erläuterte den Stand des Vorhabens. „Auf dem Dach werden derzeit rund 200 Kilowattpeak Anlagenleistung montiert“, heißt es in einer Pressemitteilung der Energiegenossenschaft. Wie bei allen Vorgängerprojekten erfolgt die Finanzierung zu 100 Prozent mit Bürgerkapital. Die Projektkosten werden mit 140 000 Euro angegeben.

Auf dem Flachdach werden die Module in Ostwestrichtung montiert. Ziel ist es, wie immer bei der EG, möglichst viel von dem erzeugten Sonnenstrom unmittelbar vor Ort zu verbrauchen. Georg Schumacher zeigte sich zuversichtlich, dass die Inbetriebnahme der Anlage noch im Mai erfolgen kann.

Beteiligungsmöglichkeit

Das ganze Vorhaben wird als klassisches Bürgerprojekt umgesetzt. „Die Menschen in Projektnähe können sich beteiligen und erhalten für 20 Jahre eine Verzinsung von 2,50 Prozent jährlich auf ihre Investition“, so die EG. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma gbo Medizintechnik AG werden bei einer finanziellen Beteiligung bevorzugt berücksichtigt. Die Anlage hat eine Nennleistung von rund 200 Kilowattpeak (kWp), die Modulleistung beträgt 325 Wattpeak (Wp). Es wird von einem Jahresertrag von rund 170 000 kWh ausgegangen. Laut EG entspricht dies einer CO2-Einsparung von rund 85 Tonnen im Jahr, bezogen auf einen Betriebszeitraum von 20 Jahren wird dieser auf rund 1900 Tonnen geschätzt.

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