Polizei löst Party in Laudenbach auf
Region, 04.04.2020
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04.04.2020 05:00
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Region. Obwohl sich die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in Corona-Zeiten an die gesellschaftlichen Einschränkungen hält, gibt es immer noch ein paar Unbelehrbare, die meinen, dass für sie diese Regelungen nicht gelten. Das stellten die Beamten des Polizeipräsidiums Mannheim im Laufe des Freitags und in der Nacht von Freitag auf Samstag an unterschiedlichen Orten in der Region fest. 

Insgesamt wurden 167 Fahrzeuge und 679 Personen kontrolliert. Es ergaben sich insgesamt 93 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz. Davon 48 in Mannheim, 15 in Heidelberg und 30 im Rhein-Neckar-Kreis. So wurde beispielsweise am Freitagabend in Laudenbach, um  kurz nach 21 Uhr eine Party beendet. Die sechs Gäste zeigten sich uneinsichtig. Um zukünftig die Einsicht zu stärken, wurden Bußgeldverfahren gegen die Anwesenden eingeleitet, heißt es im Polizeibericht. 

Dass Schulhöfe Anziehungspunkte sind, um sich entgegen den erlassenen Allgemeinverfügungen zu treffen, haben die Beamten schon häufiger festgestellt, heißt es weiter. So auch am Freitagabend gegen 20.45 Uhr auf einem Schulhof in der Herzogenriedstraße in Mannheim. Insgesamt neun Personen im Alter zwischen 14 und 41 Jahren hatten sich dort getroffen. 

Auch einen unbelehrbaren Gastwirt stellten Beamte am Freitagabend im Mannheimer Stadtteil Wallstadt fest. Kurz nach 23 Uhr hielten sich 12 Gäste in der Gaststätte auf und zechten hinter heruntergelassenen Rollläden. Für den Wirt wird es nun wahrscheinlich teuer. Laut Bußgeldkatalog steht für ihn ein Bußgeld von 5000 Euro und für jeden seiner Gäste eines ihn Höhe von 500 Euro im Raum.

Dass es auf „Corona-Streife“ manchmal auch kurios zugeht, erfuhren Beamte des Polizeireviers Wiesloch am Freitagabend in Leimen. Aus einer Wohnung im Pommernweg drang lauter Lärm nach draußen, sodass Anrufer sich bei der Polizei beschwerten. Die Wohnungsinhaberin gab sich zunächst unwissend, allerdings machten Gläser auf dem Tisch die Beamten stutzig. Beim genaueren Hinsehen wurden vier „Partygäste“ entdeckt, die sich hinter einem Bett im Schlafzimmer versteckten.

In Wiesloch mussten Streifenwagen gleich zweimal wegen auffälliger Personengruppen ausrücken. Zunächst wurde dem Polizeirevier am Freitagabend gegen 20.40 Uhr eine Gruppe von über zehn Jugendlichen gemeldet, die sich auf einem Parkdeck der Stadtgalerie aufhalten sollen. Beim Eintreffen der Streife wurden noch vier Personen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren angetroffen. Der Rest ging stiften.

Am frühen Samstagmorgen, gegen 0.20 Uhr, ging abermals eine Meldung über eine größere Ansammlung von Jugendlichen bei der Wache ein. Dieses Mal wurde der Bögnerweg von zwei Streifen angesteuert. Dort hatten sich augenscheinlich mehrere Jugendliche niedergelassen und gefeiert; volle Trinkbecher zeugten davon. Als sie die Streifen erblickten, rannte die Gruppe in Richtung Schulzentrum davon. Bis auf zwei; deren Personalien wurden festgestellt.

Gegen alle Kontrollierten wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Laut Polizei handle es sich bei den beschrieben Vorfällen um Ausnahmen.  Bei dem überwiegenden Teil der Zuwiderhandlungen habe es sich um einfach gelagerte Ordnungswidrigkeiten, wie beispielsweise der Unterschreitung des Mindestabstands gehandelt. Die Polizei wird auch am heutigen Samstag und am  Sonntag mit mehr als 60 zusätzlichen Streifen in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis unterwegs  sein.

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04.04.2020 05:00
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