Schülern mehr Zeit zur Entwicklung geben
Fürth, 03.02.2020
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03.02.2020 05:00
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Fürth. Eltern, deren Kinder die vierte Klasse besuchen, stehen vor einer wichtigen Entscheidung. Welche weiterführende Schule soll das Kind besuchen? Die Heinrich-Böll-Schule sieht sich dank ihres besonderen pädagogischen Konzeptes bestens geeignet, auf die Begabungen und die Entwicklung jedes einzelnen Schülers einzugehen. Über das integrierte System informieren Schulleiter Alexander Hauptmann und Stufenleiterin Birte Karge am Donnerstag, 6. Februar, ab 19 Uhr im Rahmen eines Elternabends in der Mensa der Schule.

Das besondere System

Was ist so besonders an diesem Schulsystem? In einer Pressemitteilung erklärt die Schulleitung: „Zum einen werden die Kinder nicht von vornherein in eine Schublade gestopft, aus der sie nicht oder nur sehr schwer wieder herauskommen, und zum anderen wird ihnen Zeit zur Entwicklung gegeben.“ Fördern und fordern lautet die Maxime an der Heinrich-Böll-Schule, dabei wird aber stets die Individualität der Schüler berücksichtigt.

Immer mehr Eltern erkennen die großen Vorteile dieses außergewöhnlichen pädagogischen Systems und vermeiden eine Überforderung oder Unterforderung ihrer Kinder. Sie bewahren sie mit der Entscheidung für eine Integrierte Gesamtschule vor einem frustrationsreichen Scheitern und dem damit oft verbundenen Wechsel auf eine andere Schule oder der unumstößlichen Einordnung in eine Schulform.

Dass Schüler, die in Deutsch, Englisch oder Mathematik hervorragende Noten haben, an der HBS auf gymnasialem Niveau von Lehrern mit gymnasialer Befähigung unterrichtet werden, sei vielen Eltern nicht bewusst. Nach dem ersten Halbjahr im fünften Jahrgang werden die Kinder „gekurst“, das heißt, in den Fächern Englisch und Mathematik werden sie in A-, B- oder C-Kurse eingeteilt. Nach der sechsten Klasse wird dann auch eine Einkursung im Fach Deutsch vorgenommen. Eine Verkursung in den naturwissenschaftlichen Fächern erfolgt zum neunten Schuljahr.

Im A-Kurs wird auf gymnasialem Niveau unterrichtet, im B-Kurs auf realschulischem Niveau und im C-Kurs auf Hauptschulniveau. Die HBS vereint drei Bildungsgänge unter einem Dach. Die Abschlüsse sind also absolut gleichwertig mit denen auf einem Gymnasium oder einer Realschule. Bis zur zehnten Klasse ist eine Durchlässigkeit garantiert, will heißen: Wenn ein Kind – oft als „Spätstarter“ bezeichnet – in der siebten Klasse seine Leistungsfähigkeit in Mathematik unter Beweis stellt, steht einer Aufstufung in den nächst höheren Kurs nichts im Wege.

Das Fördern- und Fordern-Prinzip inklusive der Chance der individuellen Entwicklung sieht die Schule als Garanten des Erfolges. Eindeutige Zahlen zeigen, dass HBS-Schüler, die nach der zehnten Klasse in die gymnasiale Oberstufe wechseln, problemlos dem Unterricht folgen können und die allgemeine Hochschulreife erreichen. Eine Kooperation mit der Karl-Kübel-Schule in Bensheim macht es jetzt möglich, dass die Einführungsphase in der Oberstufe, die zum allgemeinen Abitur führt, ab dem neuen Schuljahr 2020/21 an der HBS absolviert werden kann.

Am 6. Februar haben Eltern ab 19 Uhr in der Mensa die Möglichkeit, Schulleiter Alexander Hauptmann und Stufenleiterin Birte Karge intensiv zum integrierten Schulsystem zu befragen und sich über die zahlreichen Bildungsangebote der Heinrich-Böll-Schule zu informieren.

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03.02.2020 05:00
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