Selbsthilfe ist geboten
25.01.2020
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25.01.2020 05:00
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Leserbrief
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Wo soll der Strom herkommen?

Mit viel Tamtam wird in diesen Tagen der Ausstieg aus der Kohleverstromung gefeiert. 2038 soll das letzte Kohlekraftwerk geschlossen werden. Gleichzeitig steigt Deutschland – als einziges Land der Welt – zusätzlich aus der Atomkraft aus. Für mich ist deutlich, dass dann die Stromversorgung zusammenbrechen wird. Das gilt umso mehr, als für die vom Staat propagierten Elektroautos auch noch eine starke Erhöhung der Stromproduktion nötig wird. Die gesamte künftige Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (Wasserkraft, Fotovoltaik, Windkraft) decken zu wollen, ist wirklichkeitsfremd. Sind die anders denkenden Regierungen aller anderen Länder in diesem Punkt „doof“? Es gibt Leute, die schon seit längerer Zeit wissen, dass nachts die Sonne nicht scheint, Wind nicht immer bläst und der weitere Bau von Windkraftanlagen oft auf relevante Einwendungen stößt und ausreichende Stromspeicheranlagen nicht vorhanden sind. Wenn die Kohleverstromung klimaschädlich ist, müsste man die Atomkraft als Mittel der Stromversorgung in gewissem Ausmaß aufrechterhalten. statt höchst leichtfertig alles auf eine Karte zu setzen und die Zukunft der nächsten Generation massiv zu gefährden. Wer die Möglichkeit hat, etwa auf dem Dach eine eigene (Teil-) Stromversorgung mit Batterie aufzubauen, sollte das tun. Wie ich aus eigener Erfahrung weiß, kann man so etwa 70 Prozent des Haushaltsstrombedarfs klimafreundlich selbst decken und sich wenigstens teilweise unabhängig machen. Selbsthilfe ist geboten.

Dr. Wolfgang Philipp, Weinheim

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