Sich bewegen für einen guten Zweck
Rimbach, 23.04.2020
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23.04.2020 05:00
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Leserbrief
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Rimbach. „In Zeiten der Corona-Pandemie gibt es auch positive Ereignisse und Ideen, die Zeit, in der wir alle getrennt sind und doch dadurch vereint, gemeinsam zu nutzen“, erklärt die Bergsträßer SPD in einer Pressemitteilung. Unter dem Motto „Bewegen für die Tafeln“ soll für jeden Kilometer, der durch körperliche Bewegung bis zum 3. Mai zusammenkommt, ein Beitrag an die Tafeln gespendet werden. „Jeder ist dazu aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen und die Tafeln zu unterstützen“, heißt es zu der gemeinsamen Aktion des Unterbezirks, der Jusos und des Diakonischen Werks.

In der Krise helfen

„14 Tage Zeit, etwas für sich und einen guten Zweck zu tun“, lautet demnach das Motto. Durch die Coronavirus-Krise bewege sich zurzeit sehr viel – auch in der Tafelarbeit. Der notwendige Gesundheitsschutz von Risikogruppen, die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln zwingen alle Tafel-Mitwirkenden, immer wieder neue Lösungen zu finden, um dennoch und gerade in der Krise den Menschen zu helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. So bewegen sich in dieser Zeit viele Menschen in alle möglichen Richtungen, um den Weiterbestand der Tafeln zu unterstützen.

Wer sich im wahrsten Sinne des Wortes zugunsten der Tafel mitbewegen möchte, kann dies durch seine sportlichen Aktivitäten tun. In Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk wollen die Bergsträßer SPD und die Jusos in den kommenden Tagen der Kontaktbeschränkung sich und für andere etwas bewegen. Unter dem Motto „Bewegen für die Tafel“ soll für jeden Kilometer, den man alleine oder zu zweit geht, joggt, radelt oder auf dem Heimtrainer verbringt, ein kleiner Betrag an die Tafeln des Diakonischen Werkes im Kreis Bergstraße gespendet werden. Unter dem Hashtag #bewegenfürdietafel können die sportlichen Errungenschaften und Spendenbeiträge in sozialen Netzwerken gepostet werden. Bei Sponsoringinteresse steht die SPD Bergstraße als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Tafeln in Lampertheim, Rimbach und Bürstadt gibt es seit zehn Jahren, sie bilden eine feste Größe und Anlaufstelle in den jeweiligen Kommunen und ihrer Umgebung für viele Menschen, die aufgrund meist unverschuldeter Einzelfallschicksale auf diese Unterstützung bauen. Langzeitarbeitslosigkeit, Krankheit, Schulden, Kinderreichtum, Migrations- und Fluchtgeschichte sind unter anderem Gründe für die Nutzung der Tafeln. Im vergangenen Jahr nahmen über 1400 Personen, davon 580 Kinder, die Hilfen der Ausgabestellen in Anspruch.

Die ehrenamtlich mitarbeitenden Helfer bilden den wichtigsten Faktor für eine gelingende Tafelarbeit. Die meisten sind über 65 Jahre und viele sind schon seit Anbeginn dabei. Die Tafeln finanzieren sich ausschließlich aus Spenden.

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