Tigermücke breitet sich aus
Weinheim, 28.06.2022
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28.06.2022 10:21
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Weinheim. Heiße Sommertemperaturen bringen auch lästige Auswirkungen mit sich: Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) breitet sich weiter im Rhein-Neckar-Kreis aus. Auch Weinheim ist betroffen. Deshalb werden die Maßnahmen zur Bekämpfung der aggressiven Mückenart ab sofort wieder fortgesetzt, wie das Bürger- und Ordnungsamt jetzt mitteilt. 

Die ursprünglich aus Südostasien stammende Tigermücke verbreitet sich zunehmend auch im Südwesten Deutschlands. Gründe dafür sind die Klimaerwärmung und die internationale Mobilität der Menschen. Da das Tier auch tagsüber stechaktiv ist, verleidet es Anwohnern den Aufenthalt im Freien. Dazu kommt: Die Mücke kann auch tropische Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren übertragen. „Diese Gefahr der Krankheitsübertragung ist in Deutschland momentan zwar noch sehr gering, kann jedoch mit heißeren Sommern zunehmen“, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

Das Weinheimer Ordnungsamt verweist darauf, dass die Bürger selbst durch ihr Verhalten eine Fortpflanzung der Tigermücke zumindest deutlich reduzieren können. Mitarbeiter der beauftragten IICYBAC GmbH sind derzeit wieder vor Ort in den Befallsgebieten unterwegs und helfen den Anwohnern, die Mücken in Schach zu halten. Es sei wichtig, dass diese Experten Zutritt zu den Grundstücken erhalten. Die Gebietsbetreuer tragen einheitliche Firmen-Bekleidung und weisen sich mit einem Schreiben des Ordnungsamtes und ihrem Personalausweis aus. 

Die Bekämpfung verursacht keine Kosten für betroffene Anwohner. Die Wirkstoffe sind biologisch abbaubar und völlig unbedenklich. Nur im Larvenstadium, in dem sich das Insekt noch im Wasser befindet und entwickelt, kann es effektiv biologisch bekämpft werden. Dafür müssen in Gärten und Außenbereichen alle Wasseransammlungen ausfindig gemacht werden, in denen Wasser mindestens eine Woche stehen kann, denn diese dienen der Tigermücke als Brutstätte. Sie legt ihre Eier am Rand der Gefäße ab. Sobald sich darin Gieß- oder Regenwasser sammelt und die Eier benetzt, können sich die Larven entwickeln. Belebte Teiche, fließende Gewässer, Tiertränken und alle Gefäße, aus denen das Wasser mindestens alle fünf Tage entleert wird, sind keine Brutstätten.

Info: Bürger können Tigermücken-Funde melden unter heidelberg@tigermuecke.info. Informationen über das Aussehen der Tigermücke und weitere Infos zur Bekämpfung gibt es auch auf der http://www.rhein-neckar-kreis.tigermuecke.info/.

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