Trotz aller Not gibt es Hoffnung
Odenwald, 05.08.2022
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05.08.2022 05:00
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Odenwald. Zur 37. Männerwallfahrt machten sich über 30 Wallfahrer aus dem Odenwald auf den Weg, um unter der geistlichen Leitung von Diakon Thomas Fettel aus Aschbach zu ihrem Wallfahrtsziel, dem Gnadenbild Mariens in der Wallfahrtskirche Marienthal bei Geisenheim (Rheingau), zu pilgern. Das Kloster Marienthal ist eine der ältesten Wallfahrtsorte Deutschlands, die Ursprünge reichen bis in das 14. Jahrhundert zurück.

Die Wallfahrt begann mit dem Aussendungsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Mörlenbach, der von Pfarrer Dieter Wessel zelebriert wurde. Seit vielen Jahren schon stärke die Wallfahrt die Männer auf deren Lebensweg und auf der Suche nach Gott. Anschließend brachte der Bus die Pilger zur Pfarrkirche St. Georg und Katharina in Wiesbaden-Frauenstein, dem Beginn der Pilgerstrecke.

Die Wallfahrer pilgerten in den nächsten beiden Tagen von Wiesbaden-Frauenstein über Schlangenbad nach Kiedrich. Diakon Thomas Fettel betrachtete in mehreren Meditationen anhand der Psalmen 64, 116, 120 und 130 den Krieg in der Ukraine, das Leiden der dortigen Bevölkerung und die Sünde als die wesentliche Ursache des Krieges. Er verwies in diesem Zusammenhang aber auch auf die Hoffnung, die Gott den Menschen trotz aller Not und Verzweiflung schenkt. So konnten die Pilger in einem Wortgottesdienst in der Basilika St. Valentin in Kiedrich Hoffnung schöpfen, als sie in der Offenbarung des Johannes hörten, was Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu.“ Zuvor betrachteten sie ausführlich den Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“. Die Pilger gedachten im Gottesdienst auch der kürzlich verstorbenen Wallfahrer Heinz Horneff, Hans Flößer (beide Weiher) und Willy Schork (Aschbach). Pfarrer Wessel spendete zum Abschluss den feierlichen Pilgersegen.

Zum Abschluss wurden die Pilger aus dem Odenwald im Kloster Marienthal von den franziskanischen Brüdern willkommen geheißen, die dort seit dem 19. Jahrhundert die Pilgerseelsorge versehen. In einem feierlichen Hochamt in der Wallfahrtskirche brachten die Wallfahrer der Gottesmutter die Bitte um Frieden in der Ukraine vor. Untergebracht war die Pilgergruppe im Wilhelm-Kempf-Haus, einem Bildungs- und Tagungszentrum des Bistums Limburg, in Wiesbaden-Naurod.

Die Teilnehmer dankten Diakon Thomas Fettel, dem Begründer der Wallfahrt, für die geistliche Leitung, Pfarrer Dieter Wessel für die priesterliche Begleitung der Wallfahrt sowie Dominik Fettel und Dr. Rainer Berbner, die die Organisation und Planung übernommen hatten.

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