Viel Aufregung und ein bisschen Wehmut
Weinheim, 02.06.2020
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02.06.2020 05:10
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Leserbrief
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Weinheim. Auch ohne Corona wäre der Umzug aller Bewohner des GRN-Betreuungszentrums von der Viernheimer Straße in den Neubau neben der GRN-Klinik in der Röntgenstraße eine logistische Herausforderung für Heimleiter Henning Hesselmann und seine Stellvertreterin Ulrike Wüst gewesen.

Gut gerüstet

Die zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen haben die Vorbereitungen erschwert, doch das Team der GRN ist gut gerüstet. Am kommenden Samstag, 6. Juni, ist es so weit: Alle 190 Bewohner werden an diesem Tag umziehen. Denn logistisch wäre es nicht zu schaffen, zwei Standorte über mehrere Tage hinweg parallel zu betreiben.

Abschied nach dem Frühstück

Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen vom alten „Kreispflegeheim“. In kleinen Gruppen von vier bis sechs Personen werden die Transporte organisiert. Dabei bleiben zunächst die Wohnbereiche zusammen, die in Corona-Zeiten als „ein Haushalt“ gewertet werden. Doch im Neubau ist die Aufteilung eine andere, weshalb bereits am heutigen Dienstag vorsichtshalber alle Bewohner von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes auf das Coronavirus getestet werden. Hesselmann ist optimistisch, dass es dabei keine „positiven Fälle“ geben wird. Aber selbst für diese Situation hat das GRN-Team in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt einen „Plan B“ entwickelt, damit der Umzug trotzdem stattfinden kann.

Denn längst wurde damit begonnen, einen Teil des Mobiliars und persönliche Gegenstände der Bewohner in den Neubau zu bringen. „Am Umzugstag hat jeder gewissermaßen nur noch Handgepäck“, erläuterte Hesselmann im Gespräch mit unserer Redaktion. Aber auch einige Betten, die kürzlich angeschafft wurden, werden am Samstag mit umziehen. Um Möbel und Kisten kümmert sich dann eine Spedition, die viel Erfahrung beim Umzug von Pflegeheimen hat.

Die Bewohner werden dagegen von den ihnen vertrauten Mitarbeitern und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern begleitet. „Für unsere Bewohner ist dieser Tag natürlich mit viel Aufregung, für manche aber auch mit Wehmut verbunden“, erläutert Hesselmann. Er sei jedoch davon überzeugt, dass sich die Menschen bald eingewöhnen und die Vorzüge des Neubaus schätzen werden.

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