Viele Rückkehrer aus Risikogebieten
Rhein-Neckar/Weinheim, 15.09.2020
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15.09.2020 05:15
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Rhein-Neckar/Weinheim. Mit dem Ende der Sommerferien in Baden-Württemberg und der Rückkehr zum „Präsenzunterricht unter Pandemiebedingungen“ rücken die Corona-Fallzahlen wieder stärker in den Fokus. Die Sorge vor einem Anstieg der positiv getesteten Personen durch Reiserückkehrer aus Risikogebieten und vor den damit möglicherweise verbundenen Auswirkungen auf den Schul- oder Kitabetrieb treibt viele Menschen um. Allein in Weinheim gehen nach Angaben des Bürger- und Ordnungsamtes seit Mitte August im Schnitt etwa 100 Meldungen pro Tag von Bürgern ein, die aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind (siehe weiteren Bericht).

Aktuell sieht es aber nicht nach einer Verschärfung der Lage aus. Seit dem vergangenen Freitag wurden im Rhein-Neckar-Kreis zwar 22 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Da im selben Zeitraum aber auch 22 Personen als „genesen“ in die Statistik aufgenommen worden sind, beträgt die Zahl der „aktiven Fälle“ unverändert 82.

In den vier GRN-Kliniken in Weinheim, Schwetzingen, Sinsheim und Eberbach werden aktuell neun Menschen stationär behandelt (sechs Covid-19-Verdachtsfälle und drei bestätigte Fälle), darunter ein Patient auf der Intensivstation.

Für Weinheim meldet das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises derzeit vier „aktive Fälle“. In Hemsbach und Ladenburg gibt es nach Angaben der Behörde jeweils einen „aktiven Fall“. Heddesheim, Hirschberg, Laudenbach und Schriesheim sind dagegen derzeit „coronafrei“.

Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt 1488 Menschen im Rhein-Neckar-Kreis positiv auf das Virus getestet. 1366 Personen gelten als genesen, 40 sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

In Heidelberg wurden seit Freitag neun Personen positiv getestet und fünf Personen als „genesen“ statistisch erfasst. Die Zahl der „aktiven Fälle“ erhöhte sich dadurch von 43 auf 47. Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt 476 Menschen in Heidelberg positiv auf das Virus getestet. 422 Personen gelten als genesen, sieben sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

Seit Mitte August ist allerdings auch die Zahl der vom Gesundheitsamt veranlassten Coronatests wieder gestiegen. Waren es in Kalenderwoche (KW) 33 – also zwischen dem 10. und 16. August – 419, so betrug in KW 36 die Zahl der Tests 1034, in der vergangenen Woche 752. Insgesamt wurden seit dem 16. März auf Weisung der Behörde 22 372 Coronatests im Kreis und in Heidelberg durchgeführt. Hinzu kommen die Tests, die bei niedergelassenen Ärzten und Fieberambulanzen durchgeführt wurden und über die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) abgerechnet werden. Allein im zweiten Quartal (April bis Juni) waren dies nach Angaben der KV Baden-Württemberg 45 345 Tests in Heidelberg und 11 684 Tests im Rhein-Neckar-Kreis. Aktuellere Zahlen konnte die KV nicht nennen.

Zur Grafik

Dort sind sämtliche positiv getesteten Personen seit dem 16. März im Kreis und in Heidelberg ausgewiesen, aber lediglich die vom Gesundheitsamt ausgestellten Testtickets. Der massive Anstieg der Tests in den KW 20 bis 23 hängt mit der Testung aller Pflegeheime zusammen. Der Anstieg in KW 29 und KW 31 war auf den Massentest bei Edeka-Südwest in Heddesheim beziehungsweise bei der rumänisch-christlichen Gemeinde in Sinsheim zurückzuführen. pro

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