Vom vergessenen Bergwerk
Überwald, 16.07.2020
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16.07.2020 05:00
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Überwald. Bisher unbekannte Orte gibt es nicht nur in der Ferne, sondern auch direkt vor der eigenen Haustür. Die Geopark-vor-Ort-Begleiter im Überwald laden deswegen im Juli und August zu einer Radtour, einer Themenwanderung und der Nachtwächterführung ein.

Radtour zum Hochmoor

Mit dem Geopark-vor-Ort-Begleiter Theo Reichert geht es am Samstag, 25. Juli, um 13 Uhr mit dem Rad zum „Roten Wasser“. Die Tour führt von Aschbach über Grasellenbach, den Spessartskopf zum Olfener Steinbruch, in dem unter anderem der Sandstein für das Himbächel-Viadukt abgebaut wurde. Dort erhalten die Gäste Einblicke in die Zeit des frühen Erdmittelalters. Das Naturschutzgebiet „Rotes Wasser“ ist eines der wenigen Hochmoore der Region und zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

Anschließend geht es entlang der Hinterbach bis in die Raubach. Über die „Falthers Ruhe“ und das Dürr-Ellenbachtal, das ebenfalls unter Naturschutz steht, wird der Ausgangspunkt erreicht. Für die mittelschwere, etwa 30 Kilometer lange Strecke beträgt die Fahrtzeit rund vier Stunden. Ein geländetaugliches Rad (MTB oder Trekkingbike – kein Straßenrad) ist Voraussetzung; bitte Helmpflicht beachten. Die Strecke verläuft vorwiegend auf forst- oder landwirtschaftlichen Wegen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine vorherige Anmeldung unter Mitteilung der Kontaktdaten zwingend erforderlich. E-Mail:  karl-theo-reichert@t-online.de oder Telefon 0160/99497505. Die Radtour kostet 3 Euro.

Grubenfeld „Aussicht“

Viele Überwälder kennen bereits das begehbare Schaubergwerk „Grube Ludwig“ in Wald-Michelbach. Nur wenigen ist allerdings das Grubenfeld „Aussicht“ auf der anderen Talseite bekannt. Bis zu 150 Männer arbeiteten dort zu den Hochzeiten des Überwälder Bergbaus vor etwa 120 Jahren. Mehrere Stollen sowie Büro- und Wirtschaftsgebäude befanden sich damals in diesem Bergwerksareal, das heute komplett bewaldet ist. Dort existierte auch eine Seilbahn von fast drei Kilometern Länge, die das Erz zum Bahnhof Wald-Michelbach transportierte.

Der Überwälder Heimatkundler und Geopark-vor-Ort-Begleiter Andreas Arnold kennt diese fast vergessenen Relikte des Grubenfeldes unweit des „Toten Mannes“. Der historische „Lost Place“ des Wald-Michelbacher Mangan-Bergbaus kann am Sonntag, 26. Juli, um 11 Uhr entdeckt werden. Für die sechs Kilometer benötigen die Wanderer 2,5 Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine vorherige Anmeldung unter Mitteilung der Kontaktdaten erforderlich unter Telefon 06207/5838. Die Teilnehmer werden außerdem gebeten, eine Mund-Nasen-Maske mitzubringen.

Durch die Gassen der Gemeinde

Mit dem Nachtwächter durch Wald-Michelbach laufen – das können Interessierte am Freitag, 7. August. Der Juli-Termin ist bereits ausgebucht. Treffpunkt im August ist um 20.30 Uhr am Einhaus. Eine vorherige Anmeldung unter Mitteilung der Kontaktdaten ist auch hier erforderlich unter Telefon 06207/942426 oder per E-Mail an die Adresse  info@ueberwald.eu.

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16.07.2020 05:00
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