„Vorurteile widerlegt“
Weinheim/Region, 20.04.2020
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20.04.2020 05:00
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Weinheim/Region. Nach dem Abschalten des Kernkraftwerks in Philippsburg Ende 2019 und dem Rückgang der Stromerzeugung aus Steinkohle haben die Erneuerbaren Energien im ersten Quartal 2020 prozentual so viel zur Nettostromerzeugung in Baden-Württemberg beigetragen wie noch nie zuvor. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten Uli Sckerl (Grüne) hervor. Beinahe die Hälfte des erzeugten Stroms (45 Prozent) komme demnach aus erneuerbaren Quellen. Damit seien Vorurteile eindrucksvoll widerlegt, dass ein hoher Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung eine sichere Stromversorgung beeinträchtigen könnte. Das Gegenteil sei der Fall, so Uli Sckerl.

Der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung lag in den ersten drei Monaten des Jahres auf Rekordniveau, schreibt Sckerl. Windenergie 13 Prozent, Biomasse 11,9 Prozent, Wasserkraft 10,6 Prozent und Fotovoltaik 9,6 Prozent. Insgesamt sei dies ein Anteil von 45,1 Prozent. 2019 betrug der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung rund 30 Prozent. Leider sei dabei festzustellen, dass Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Anteil von 33 Prozent auch deutlich mehr Strom importieren müsse, um den Bedarf zu decken. Es sei dringlich, dass der Bund bei der Energiepolitik stärker als bislang die südlichen Bundesländer in den Blick nehme.

Dazu gehörten insbesondere die geplanten großen Übertragungsnetze von Nord nach Süd, schreibt Sckerl abschließend.

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