Waid und Ofling in Ferien „nur für Anlieger frei“
Weinheim, 13.02.2020
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13.02.2020 05:00
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Weinheim. Mitte Januar berichtete unsere Zeitung über die Sorgen der Anwohner der Waid und der Ofling, die sich über das verbotswidrige Parken vieler Miramar-Besucher an besucherstarken Tagen beschwerten. Mit am Tisch saß damals der städtische Pressesprecher Roland Kern, dem die Vertreter der IG Waid und der IG Ofling eine ganze Liste von Vorschlägen mit auf den Weg gaben, wie man die Situation für die Anwohner verbessern könnte. Kern sicherte zu, die Vorschläge mit den Fachämtern, aber auch mit Oberbürgermeister Manuel Just zu besprechen und möglichst zeitnah eine Rückmeldung zu geben.

Vier Wochen sind seither vergangen. Unsere Redaktion hat deshalb nachgefragt, was die Prüfung der Vorschläge im Rathaus ergeben hat. Am Mittwochnachmittag teilte Kern folgendes mit: Die Stadt werde die Zufahrten in die Wohngebiete Waid und Ofling ab Beginn der Faschingsferien mit einer entsprechenden Beschilderung als „Nur für Anlieger frei“ kennzeichnen. Die Anwohner der Wohngebiete würden bis dahin ein Schreiben des Oberbürgermeisters mit Durchfahrtsberechtigungen erhalten. Diese müssten sichtbar im Auto liegen. Parkende Autos, die keine solche Berechtigung haben, würden als „unberechtigte Parker“ gelten und müssten mit einem Bußgeldbescheid rechnen. Diese provisorische Regelung gelte zunächst für den Zeitraum von Freitag, 21. Februar, bis Sonntag, 1. März. In dieser Zeit werde der Gemeindevollzugsdienst täglich die Wohngebiete aufsuchen, um den ruhenden Verkehr zu kontrollieren und Verstöße zu ahnden, erklärte der städtische Pressesprecher auf Nachfrage.

Auch das Miramar werde auf seiner Homepage sowie mit Aushängen im Eingangsbereich auf diese Regelung hinweisen. Im März wolle die Verwaltung dann prüfen, ob sich dieses Provisorium bewährt hat. Bis zum Beginn der Osterferien (Samstag, 4. April) sei dann zu klären, ob dies eine dauerhafte Lösung sein könnte. Auf eine Schranke an den Zufahrten zur Waid und Ofling, welche die Anwohner vorgeschlagen hatten, habe man mit Blick auf den hohen Personalaufwand erst einmal verzichtet, erläuterte der Pressesprecher und fügte hinzu: „Unsere Ansicht nach sollte bereits die jetzt getroffene Regelung eine deutliche Verbesserung bringen.“ Ob das die Sprecher der IG Waid und Ofling auch so sehen, war am Mittwoch leider nicht mehr in Erfahrung zu bringen (Bericht folgt). pro

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