Weinheim wird bodenlos
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13.11.2021 05:00
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Aufwand und Nutzen sind strittig

WN vom 12. November

Ich bin überzeugte Befürworterin von Photovoltaik, keine Frage – auf Dächern und versiegelten Flächen. Davon gibt es in Weinheim genug, auch Fassaden und Balkone eignen sich. Auf den meisten Gebäudedächern lassen sich PV-Anlagen anbringen. Wie nunmehr bekannt wurde, soll in großem Stil auf landwirtschaftlichen Flächen sogenannte Freiland-Photovoltaik installiert werden. Sorgen macht, dass damit über 10 ha guter Boden jahrzehntelang dem Anbau von Lebensmitteln entzogen wären. Ackerbau wäre dort damit auf absehbare Zeit nicht möglich. Dies ist kein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen, zumal es andere Lösungen gibt. Ist denn guter Boden in Weinheim immer nur Reservefläche für andere Nutzungen? Für weitere Neubaugebiete, zusätzliche Gewerbeflächen, Straßen usw. und jetzt Stromerzeugung? Weinheim wird bodenlos. Alles erscheint lukrativer und wichtiger als der Erhalt landwirtschaftlicher Flächen für die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln. Dafür müssten Landwirte natürlich angemessen honoriert werden, regionale Lebensmittel sind wertvoll. Wie wäre es mit Photovoltaik auf den vielen großen Parkflächen in Weinheim, auf zahlreichen Industrie- und Gewerbehallen, auf öffentlichen Gebäuden? Und nicht zuletzt auf den vielen anderen Dachflächen? Warum wird das Thema nicht in der Zukunftswerkstatt behandelt? Es geht um eine Grundsatzfrage für Weinheims Zukunft.

Ingrid Hagenbruch, Weinheim

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