Weiter im Krisen-Modus
Weinheim, 26.05.2020
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26.05.2020 05:00
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Weinheim. Als Dr. Mohsen Sohi (61) Anfang April die Bilanz der Freudenberg-Gruppe für 2019 vorlegte, war Weinheims größter Arbeitgeber längst im Krisen-Modus. Weltweit waren 70 Produktionsstandorte wegen der Corona-Krise komplett geschlossen; in Weinheim gab es in mehreren Bereichen Kurzarbeit (wir berichteten). Anfang Mai seien über 100 Standorte komplett oder teilweise geschlossen gewesen, sagte Sohi jetzt gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Dem am Montag erschienenen Bericht zufolge rechnet Sohi damit, dass die Automobilproduktion erst 2025 wieder das „Vorkrisenniveau“ erreichen werde.

Das würde Freudenberg hart treffen. Denn knapp die Hälfte seines Umsatzes macht das Unternehmen mit der Automobilindustrie. Für das laufende Jahr habe man verschiedene Szenarien durchgespielt, sagte Sohi der FAZ. Am wahrscheinlichsten sei, dass der Umsatz des Konzerns um 10 bis 15 Prozent zurückgehen werde. Derzeit tue man alles, um einen Stellenabbau zu vermeiden. Ob das gelinge, hänge sehr vom weiteren Verlauf der Krise ab.

Erst kürzlich habe man die wirtschaftliche Lage den 331 global verstreuten Freudenberg-Erben erläutert. Auf die Frage der FAZ, ob diese im Zweifel auf ihre Dividende verzichten würden, antwortete Sohi: Ob das nötig werde, sei noch nicht entschieden. Aber er fügte hinzu: „Die Familie würde uns im Zweifel sicher unterstützen.“ pro

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