Zwei Häuser unbewohnbar
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20.07.2021 22:17
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Leserbrief
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Laudenbach. Zwei vom Brand zerstörte Reihenmittelhäuser und eine leichtverletzte Person sind die Bilanz eines Brandes in der Heppenheimer Straße 11 und 13 am Dienstagabend. Während Einsatzleiter Holger Schmitt zur Brandursache am Abend noch nichts sagen wollte, schilderten Anwohner, was sie gesehen haben. Ein Gasgrill unter dem Balkon des rechten Hauses habe zuerst in Flammen gestanden. Das Feuer hätte zunächst auf den Balkon übergegriffen, kurz darauf habe die gesamte Fassade lichterloh gebrannt, so ein junger Mann, der angab, die Feuerwehr gerufen zu haben. Wenig später griff der Brand auf das Nachbarhaus über.

Maja Whaley aus dem Haus schräg gegenüber erzählt, dass sie mit einer Decke und Wasser sofort zu den betroffenen Häusern gelaufen sei, um nachzusehen, ob dort noch Leute im Innern waren. „Ich habe ein Frau rausgeholt“, sagt sie. Familie Franke wohnt im Reihenhaus rechts neben den beiden betroffenen Gebäuden. „Bei uns hat der Rauchmelder gepiepst. Wir dachten zunächst nur, dass jemand grillt.“ Das war kurz vor 20 Uhr. Sekunden später hätten sie schwarzen Qualm gesehen, aus dem Fenster geschaut und sich in Sicherheit gebracht. Frankes hatten Glück: Ihr Haus blieb verschont.

Csaba Kristof schaut fassungslos auf sein Eigenheim, das linke, nicht ganz so zerstörte Haus. „Einen Monat ist die Solaranlage auf dem Dach erst alt“, erzählt er und beobachtet, wie die Feuerwehrleute Glutnester in seinem Dachgeschoss bekämpfen. Zwei Floriansjünger bringen zur gleichen Zeit zwei Meerschweinchen in Sicherheit. Die Feuerwehren aus Laudenbach und Hemsbach waren im Einsatz. Über die Drehleiter gelang es ihnen, den Brand einzudämmen und ein Übergreifen auf weitere Nachbarhäuser zu verhindern.

Im Garten eines der Häuser steht ein Trampolin, der Blick fällt auf verkohlte Balkonmöbel, die Überreste einer Markise. Im Haus Nummer 11 hat das Feuer auch drinnen gewütet, von den Fenstern sind nur noch schwarze Löcher übrig. Ohne das schnelle Eingreifen der Feuerwehren hätte es eine weitaus größere Katastrophe geben können.

Viele der zahlreichen Schaulustigen waren schockiert – man kennt sich in der Straße. Gegen 21.30 Uhr ist das Feuer gelöscht, nur noch vereinzelt glimmen Brandnester auf. awa

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