Elefanten statt Ochs und Esel
MÖRLENBACH, 03.12.2015
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03.12.2015 01:23
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Leserbrief
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MÖRLENBACH. Das Refugium der „Mörlenbacher Krippensammlerin“, von Gerda Schmitt, ist so groß, dass sie bereits seit mehreren Jahren einen Teil ihrer Krippen aus aller Welt zu einer adventlichen Sonderausstellung in der evangelischen Kirche in der Hirschgasse 3 in Mörlenbach zur Verfügung stellen kann. So auch in diesem Jahr.

Waren in den letzten Jahren Krippen aus dem tiefgläubigen Österreich und aus Afrika Themenschwerpunkte, so sind es in diesem Jahr „Krippen aus Asien“, die im Gotteshaus zu bewundern sind. Pünktlich zum ersten Advent und parallel zum Adventsmarkt in Mörlenbach wurde die Ausstellung eröffnet.

Auf dem Marktplatz ist auch immer wieder ihre Krippe mit lebensgroßen Figuren und lebenden Tieren - in diesem Jahr mit einer Ziegenfamilie - Anziehungspunkt für Groß und Klein. Das erinnerte Pfarrerin Edith Unrath-Dörsam an die Ursprünge der Weihnacht, als der Heilige Franz von Assisi im frühen 13. Jahrhundert Weihnachten mit Menschen und Tieren im Wald gefeiert hat.

Doch auch die von Gerda Schmitt aus dem asiatischen Raum gesammelten Krippen lassen interessante Rückschlüsse zu. Bis auf die Philippinen handelt es sich bei Christen auf diesem Kontinent durchweg um verschwindend geringe Minderheiten. Muslime (Indonesien), Buddhisten (Thailand/Japan), Hindus (Indien/Nepal) oder konfessionslose Mitmenschen (China) sind hier prägend. Umso erstaunlicher sind die handwerklich schön gefertigten Krippen aus Asien, die Schmitt in der evangelischen Kirche noch bis Weihnachten zeigen lässt. Eine Krippe aus Indonesien zeigt Tempeltänzerinnen statt Hirten und Elefanten statt Ochs und Esel. Eine weitere Krippe aus Indonesien ist aus Bambusholz gefertigt. Andere schöne Unikate stammen aus China, Myanmar, Thailand und Nepal. mk

Die Ausstellung ist sonntags vor und nach dem Gottesdienst um 10 Uhr geöffnet, zu den Büroöffnungszeiten (Mittwoch von 18 bis 20 Uhr und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr) oder nach Vereinbarung, Telefon: 06209/7973390.

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