240 Ermittlungen nach Drogen- und Raubdelikten in Frankfurt
Seit April geht die Polizei verstärkt in Zivil gegen Dealer im Bahnhofsviertel vor. Die Behörde zieht nun eine erste Bilanz.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - In rund vier Monaten hat die Frankfurter Polizei mehr als 200 Ermittlungsverfahren im Bahnhofsviertel eingeleitet - darunter allein 140 wegen illegalen Handels mit Drogen und Arzneimitteln. Knapp 100 weitere Verfahren wurden unter anderem wegen Drogenbesitzes, Raubes und Diebstahls eingeleitet.
Anfang April hatte die Polizei eine sogenannte Task Force als Reaktion auf eine offene Drogenszene am Kaisertor eingesetzt. Die Beamten waren zivil im Bereich des Kaisertors am Hauptbahnhof unterwegs.
Dort hatte sich erneut eine Dealerszene gebildet, die Passanten teils aggressiv ansprach. Neben Cannabis und Crack boten die Händler laut Polizei auch verschreibungspflichtige Medikamente wie starke Beruhigungs- und Schmerzmittel an. Zudem beging die Szene wohl Taschendiebstähle, Raubdelikte und Körperverletzungen.
Mehr als die Hälfte aller Beschwerden aus dem Bahnhofsviertel betraf in der jüngeren Vergangenheit den Bereich Kaisertor.