Mitpatientin zu Boden und gewürgt - Mann vor Unterbringung
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Er hatte eine Mitpatientin zu Boden gebracht und gewürgt: Deswegen soll ein 60 Jahre alter Mann nun dauerhaft in einer psychiatrischen Fachklinik untergebracht werden. Vor dem Landgericht Frankfurt stellte die Staatsanwaltschaft am Montag einen entsprechenden Antrag. Rechtlich wird die Tat als versuchter Totschlag gewertet. Sie hatte sich im Juli vergangenen Jahres in einer Klinik in Frankfurt-Höchst ereignet.
Der 60-Jährige war laut Anklage am Tattag plötzlich in dem Krankenzimmer der Frau erschienen und hatte sie zu Boden gestoßen. Nur durch das rasche Eingreifen des Pflegepersonals konnten schlimmere Folgen für die Frau verhindert werden. Vor Gericht räumte der Beschuldigte die Tat ein. Er habe innere Stimmen vernommen, die ihm befohlen hätten, die Frau zu töten.
In einem vorläufigen Gutachten ging ein Sachverständiger von einer Schuldunfähigkeit des Mannes aus. Die Unterbringung in einem Krankenhaus sei deshalb dringend erforderlich. Der Experte soll auch im laufenden Prozess gehört werden. Die Schwurgerichtskammer hat bislang drei Fortsetzungstermine bis Mitte Oktober avisiert.