Unfall

Abgestürzter Segelflugzeug-Pilot stammt aus Lahn-Dill-Kreis

Wetzlar (dpa) - Der beim Absturz eines Segelflugzeugs im mittelhessischen Wetzlar ums Leben gekommene Pilot stammte nach Polizeiangaben aus dem Lahn-Dill-Kreis. Das Segelflugzeug war am Pfingstsonntag in ein Wohngebiet in Wetzlar gestürzt, der 57-Jährige starb noch an der Absturzstelle. Er saß allein in dem Flugzeug. Er sei auf dem nahe gelegenen Segelflugfeld zwischen den Wetzlarer Stadtteilen Garbenheim und Naunheim gestartet, man gehe davon aus, dass er dort auch wieder landen wollte, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

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Die Maschine war unweit eines Parks erst gegen ein Hausdach geprallt und dann auf ein Fahrzeug gestürzt. Dabei war eine 18 Jahre alte Autofahrerin aus dem mittelhessischen Hüttenberg leicht verletzt worden. Die Frau sei mit ihrem Wagen dem abstürzenden Segelflugzeug entgegen gefahren, sagte der Polizeisprecher. Sie musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Ihr Auto sowie eine Dachgaube eines Hauses wurden beschädigt. Da der Wert des Flugzeugs unklar sei, könne der Gesamtschaden bisher nicht beziffert werden, sagte der Polizeisprecher.

Erkenntnisse über den Absturzhergang erhoffen sich die Ermittler von der Befragung von Zeugen und Anwohnern. Die Staatsanwaltschaft sowie die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hatten die Ermittlungen aufgenommen. Falls sich im Rahmen der Aufklärungsarbeit durch Polizei und BFU Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden ergeben sollten, würde eine Obduktion des Toten beantragt, sagte Oberstaatsanwalt Manuel Jung von der Staatsanwaltschaft Wetzlar. Zuvor hatte es bei der Polizei geheißen, erste Ermittlungen deuteten darauf hin, dass am Pfingstsonntag «sehr schwierige Flugbedingungen und Luftverhältnisse» geherrscht hätten.

Nach Angaben eines BFU-Sprechers dürfte ein Zwischenbericht zu dem Absturz Ende Juli vorgelegt werden, später sei dann mit dem Abschluss der Untersuchungen zu rechnen.