Deutsche Bahn

Alkoholverbot am Hauptbahnhof: Bahn sieht positive Wirkung

Weniger Müll, weniger Konflikte: Die Deutsche Bahn äußert sich nach fünfeinhalb Monaten Konsumverbot für Alkohol am Frankfurter Hauptbahnhof zufrieden. Ab heute gilt es deutschlandweit.

Am Frankfurter Hauptbahnhof gilt das Alkoholverbot bereits seit 1. Mai. (Symbolbild) Foto: Sebastian Willnow/ dpa/dpa
Am Frankfurter Hauptbahnhof gilt das Alkoholverbot bereits seit 1. Mai. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Das seit Mai geltende Alkoholverbot am Frankfurter Hauptbahnhof hat sich nach Einschätzung der Deutschen Bahn bewährt. Die Regelung habe eine positive Wirkung, sagte eine Bahnsprecherin auf Anfrage. Dies sei bundesweit in den Bahnhöfen der Fall, in denen das Alkoholverbot bereits eingeführt sei. Ab heute gilt es flächendeckend in allen deutschen Bahnhöfen.

«In den Modellprojekten konnte gezeigt werden, dass deutlich weniger Müll anfällt und das Verbot auch dazu beiträgt, Gewaltkriminalität, Konflikte und Auseinandersetzungen unter Alkoholeinfluss zu verringern», sagte die Sprecherin. Dadurch verbessere sich auch das Sicherheitsgefühl für Reisende, zudem gehe der Reinigungsaufwand zurück. 

Zahlen zu Platzverweisen oder Hausverboten aufgrund von Alkoholkonsum würden nicht erhoben. «In der Praxis zeigt sich, dass die allermeisten Personen einsichtig reagieren, wenn sie von unseren Sicherheitskräften auf das Verbot hingewiesen werden», sagte die Sprecherin.

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Bahn: Nur wenige Hausverbote ausgesprochen

Situationen ließen sich in der Regel bereits durch eine entsprechende Ansprache klären, sodass es bisher nur in seltenen Fällen zur Aussprache eines Hausverbots gekommen sei. Das Konsumverbot werde «mit Augenmaß und im Rahmen der Standardbestreifung» umgesetzt. 

Die Gastronomie ist von dem Verbot ausgenommen. Es ist auch weiterhin erlaubt, Alkohol verschlossen im Gepäck oder aus Einkäufen mitzuführen.