Museum

Anakonda: Restauration für «nächste hundert Jahre»

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Sie bringt seit Generationen große und kleine Besucher des Frankfurter Senckenberg-Museums zum Staunen: Eine ausgewachsene Anakonda, die ein Wasserschwein verschlingt. Seit Jahresbeginn allerdings befindet sich das Exponat hinter den Kulissen zur Restauration. «Es ist eine große Herausforderung», räumte Udo Becker, Leiter der Zoologischen Präparation des Museums, am Dienstag ein. Ursprünglich sollte die Schlange bereits Ende April in ihren Schaukasten zurückkehren. Nun hoffen Restauratoren und Museumsleitung auf eine Rückkehr im kommenden Frühjahr. «Ziel ist es, dieses Objekt fit für die nächsten 100 Jahre zu machen», sagte Museumsdirektorin Brigitte Franzen.

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Zwar hätten seine Vorgänger bei der Arbeit an dem Ausstellungsstück großartige Arbeit geleistet. Aber ein Materialmix und unerwartet große Schäden an der Schlangenhaut hätten die Zusammenarbeit mit Spezialisten etwa der Gemälderestauration und des Offenbacher Ledermuseums notwendig gemacht. Nach monatelanger Untersuchung und Analyse sollen nun die nächsten Schritte für die «Schönheitskur» für die Riesenschlange entschieden werden. Restauration einschließlich der Neugestaltung der Vitrine wird Franzen zufolge einen fünf- bis sechsstelligen Betrag kosten.