Verkehr

Anwohnerparken in Frankfurt wird deutlich teuerer

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Stadt Frankfurt will die Preise für das Anwohnerparken fast um das Fünffache anheben. «Die Gebühr erhöht sich von aktuell 50 Euro für zwei Jahre auf zukünftig 10 Euro pro Monat beziehungsweise 120 Euro pro Jahr», teilte die Stadt am Mittwoch mit. Der Ausweis könnte digital beantragt werden für eine Gültigkeit von 6, 12 oder 24 Monaten. Dem Beschluss des Magistrats muss noch die Stadtverordnetenversammlung zustimmen. Wenn alles klappt, sollen die Änderungen Anfang 2024 in Kraft treten, wie ein Referent des Verkehrsdezernats sagte.

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«Mit 33 Cent pro Tag ist das Abstellen von Kraftfahrzeugen immer noch günstig im Vergleich zum Wert der vom Auto belegten Fläche im städtischen Straßenraum», sagte der scheidende Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne). «Wir haben uns hier auch an den hessischen Städten Wiesbaden und Darmstadt sowie an einer Vielzahl weiterer bundesdeutschen Städte orientiert, welche ebenfalls 120 Euro pro Jahr für das Bewohnerparken berechnen», sagte Majer, der im Juli in den Ruhestand geht.

An den Gebühren für das allgemeine Parken im öffentlichen Raum soll sich laut den Angaben nichts ändern. In der Innenstadt kosten die angefangenen 15 Minuten nach wie vor einen Euro, in den übrigen Bereichen nach wie vor 50 Cent pro 15 Minuten, hieß es. Zusätzlich werde in Bereichen ohne Höchstparkdauer ein 24-Stunden-Ticket eingeführt. Wie viel dieses kosten soll, blieb zunächst offen.

Ausnahmegenehmigungen sollen künftig Gewerbe- und Handwerksbetriebe bekommen. Firmen und Selbstständige, die keine eigenen Abstellplätze haben, können bis zu drei Parkausweise beantragen. Handwerker dürfen mit einem Handwerkerparkausweis bei Terminen in der Stadt künftig nicht nur auf Anwohnerparkplätzen parken, sondern auch in eingeschränkten Halteverbotszonen.

Bereits in der Vergangenheit war das Anwohnerparken in vielen hessischen Kommunen deutlich teurer geworden. Beispielsweise in Fulda betragen die Gebühren je nach Tarifzone 50 bis 90 Euro pro Jahr, zuvor lagen sie zwischen 15 und 30 Euro. Offenbach erhöhte von 30,70 auf 75 Euro.